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Der Janitza UMG 96-EL kann jetzt MQTT — was heißt das für dich?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Der Janitza UMG 96-EL kann jetzt MQTT — was heißt das für dich?
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Bisher hast du den UMG 96-EL per Modbus TCP/RTU abgefragt (Poll). Mit MQTT dreht sich das um: Das Messgerät schickt seine Werte selbst an einen Broker (Push) — du brauchst keinen ständig fragenden Poller mehr.

Kurzantwort: Push statt Poll

MQTT bedeutet, der 96-EL veröffentlicht seine Messwerte aktiv auf einem Topic eines MQTT-Brokers, sobald neue Daten vorliegen. Bei Modbus musstest du das Gerät zyklisch abfragen und selbst pollen. Mit MQTT meldet es sich von allein — das spart Poller-Logik, reduziert die Latenz und macht Ereignisse (z. B. Grenzwert-Überschreitung) sofort sichtbar. Prüfe zuerst die Firmware-Version deines Geräts bzw. die aktuelle Janitza-Doku, ob und ab welchem Stand MQTT freigeschaltet ist.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
So bindest du den 96-EL per MQTT an

1) In der Geräte-Konfiguration (Weboberfläche des UMG) den MQTT-Client aktivieren. 2) Broker eintragen: IP/Hostname + Port — meist 1883 unverschlüsselt, oder ein Auth-/TLS-Port (z. B. 1884 mit Benutzer/Passwort). 3) Ein Topic-Präfix vergeben, das das Gerät eindeutig macht (z. B. standort/janitza/<seriennr>/). 4) Auswählen, welche Messgrößen (P, Q, U, I, cos φ, Energie …) in welchem Intervall gesendet werden. 5) Testen mit einem MQTT-Client (mosquitto_sub -h <broker> -t 'standort/janitza/#').

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Von MQTT in deine Datenbank bringen

Der Broker ist nur der Briefkasten — die Werte müssen noch weggeschrieben werden. Der Standardweg: eine kleine Bridge abonniert die Topics und schreibt die JSON-Payloads in eine Zeitreihen- oder Analyse-Datenbank (z. B. InfluxDB lokal oder ClickHouse zentral). Bei uns läuft das über einen Dienst, der Topics wie <präfix>/janitza/json abonniert und in eine Janitza-Tabelle einspeist. Wichtig: ein sauberes, stabiles Topic-Schema — dann tauchen neue Felder automatisch beim nächsten Ingest-Lauf auf.

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Modbus behalten oder auf MQTT umsteigen?

Du musst nicht sofort wechseln. Für lokale SPS-/Loxone-Kopplung und direkte Registerzugriffe bleibt Modbus TCP/RTU oft der einfachere Weg. MQTT lohnt sich, wenn du mehrere Geräte über Standorte hinweg zentral sammeln willst, Ereignis-getrieben arbeitest oder die Netzwerklast durch dauerndes Pollen reduzieren möchtest. Viele Setups fahren beides parallel: Modbus lokal, MQTT für den zentralen Datensee.

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Häufige Stolperfallen

• Falscher Port: 1883 = meist ohne Auth, ein separater Port (z. B. 1884) = mit Benutzer/Passwort. • Kein Empfang: Topic-Präfix im Gerät und im Abonnenten müssen exakt übereinstimmen (Groß-/Kleinschreibung!). • Firewall/Netz: Der 96-EL muss den Broker erreichen — Ping/Port-Check zuerst. • Sicherheit: Ohne TLS gehen Messwerte im Klartext übers Netz; im offenen Netz Auth + TLS nutzen. • Zeitstempel: Prüfe, ob das Gerät UTC oder Lokalzeit sendet, sonst verrutscht die Zeitreihe.

Schneller Funktionstest

Bevor du die Bridge baust, abonniere roh mit: mosquitto_sub -h <broker-ip> -p <port> -u <user> -P <pass> -t '#' -v. Siehst du die 96-EL-Nachrichten laufen, stimmt Broker + Topic. Erst dann die Bridge dranhängen und in die Datenbank schreiben — so trennst du Geräte-Problem von Datenbank-Problem sauber.

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