Alexa Strompreis einbinden: So lässt du dir den aktuellen Strompreis ansagen

Du kannst dir den aktuellen oder stündlichen Strompreis von Alexa vorlesen lassen – dafür brauchst du entweder einen passenden Alexa-Skill deines Stromanbieters oder eine Automatisierung über Home Assistant. Hier bekommst du die konkreten Wege und die Schritte zum Einrichten.
Ja. Alexa kennt Strompreise nicht von sich aus, aber über einen Skill oder eine Anbindung an deinen Tarif klappt es. Voraussetzung ist ein dynamischer Stromtarif (z. B. mit stündlich wechselnden Börsenpreisen) oder ein Dienst, der die Day-Ahead-Preise liefert. Ohne dynamischen Tarif ändert sich dein Arbeitspreis nicht stündlich – dann bringt eine Ansage wenig.

Viele Anbieter dynamischer Tarife stellen einen eigenen Alexa-Skill bereit. Öffne die Alexa-App → Menü → Skills und Spiele → suche nach dem Namen deines Anbieters oder nach „Strompreis“. Aktiviere den Skill und verknüpfe ihn mit deinem Kundenkonto. Danach fragst du z. B. „Alexa, wie ist der Strompreis?“ oder „Alexa, wann ist Strom heute am günstigsten?“.

Nutzt du bereits Home Assistant oder Node-RED, kannst du die Börsenpreise (Day-Ahead / EPEX-Spot) dort einlesen und als Sensor bereitstellen. Diesen Wert gibst du per Alexa-Routine oder Ansage-Automation aus. So sagt Alexa dir z. B. morgens die günstigste Stunde des Tages an – unabhängig vom Skill deines Anbieters und frei konfigurierbar.

Statt nur den Preis vorzulesen, kannst du in der Alexa-App unter „Routinen“ Aktionen an den Preis knüpfen: In günstigen Stunden schaltet eine WLAN-Steckdose die Waschmaschine oder das Ladegerät ein. Der Preis-Trigger kommt dabei aus dem Skill oder aus Home Assistant – Alexa übernimmt das Schalten.

Prüfe erstens, ob dein Tarif überhaupt stundengenaue Preise hat – ein fester Arbeitspreis lässt sich nicht sinnvoll ansagen. Zweitens, ob dein Anbieter einen Skill oder eine offene Schnittstelle (API) bietet. Drittens brauchst du für Weg 2/3 ein Smart-Home-System. Ohne dynamischen Tarif lohnt sich die Einbindung meist nur zur reinen Info über die Börsenpreise.
Die Börsenpreise schwanken stark: In Deutschland gab es 2026 bereits 416 Stunden mit negativen Strompreisen (eigene ENTSO-E-Auswertung, Tiefstwert -500 €/MWh). Wer einen dynamischen Tarif hat und Verbraucher in günstige Stunden verschiebt, spart real. Die Alexa-Ansage macht sichtbar, wann diese Fenster liegen.