CKW dynamischer Strompreis und Loxone: geht das zusammen?

Ja. Der dynamische CKW-Tarif liefert für jede Stunde einen eigenen Arbeitspreis, und dein Loxone Miniserver kann diese Preise auslesen und Verbraucher automatisch dann laufen lassen, wenn Strom günstig ist. Eine offizielle CKW-Loxone-Kopplung brauchst du dafür nicht – du bindest die Preisdaten selbst als Datenquelle ein.
Loxone hat keine fertige CKW-Integration, aber der Miniserver kann externe Werte über einen Virtuellen HTTP-Eingang einlesen. Wenn du die stündlichen CKW-Preise als Datenquelle einbindest, kennt Loxone den aktuellen Preis und kann darauf reagieren – etwa den Boiler oder die Wärmepumpe in die günstigste Stunde legen. Nötig sind: der dynamische CKW-Tarif, eine Quelle für die Stundenpreise und etwas Logik im Loxone-Programm.

Beim dynamischen Tarif ist nicht der ganze Strompreis variabel, sondern nur der Energie-Arbeitspreis. Dieser orientiert sich am Schweizer Grosshandels-/Spotmarkt und ist für jede Stunde des Tages unterschiedlich – die Preise für den Folgetag stehen in der Regel am Vortag fest. Netznutzung, Abgaben und MwSt. kommen fix obendrauf. Für die Steuerung zählt also die Differenz zwischen teuren und günstigen Stunden im Energieanteil.

Lege im Loxone Config einen Virtuellen HTTP-Eingang an, der die aktuellen bzw. kommenden Stundenpreise als Wert abruft (z. B. aus einem HTTP-/API-Endpunkt, der die CKW- bzw. Spotpreise bereitstellt). Diesen Preiswert führst du auf einen Analogeingang und vergleichst ihn im Programm mit einer Schwelle oder mit dem Tages-Durchschnitt. Ergebnis ist ein einfaches Signal 'günstig / teuer', das du auf deine Verbraucher schaltest.

Am meisten bringen Lasten, die zeitlich flexibel sind und viel Energie brauchen: Warmwasser-Boiler, Wärmepumpe, Wallbox/E-Auto-Ladung, Pool- oder Umwälzpumpen und ggf. Wasch-/Spülprogramme. Diese Verbraucher lässt du bevorzugt in den günstigen Stunden laufen und blockierst sie in den teuersten. Fest getaktete Grundlasten (Kühlschrank, Standby) lassen sich dagegen kaum verschieben.

Hast du einen Batteriespeicher, kann Loxone ihn gezielt in den günstigen Stunden aus dem Netz laden und in den teuren Stunden entladen. So deckst du die teuren Stunden aus dem Akku statt aus dem Netz. Achte darauf, dass sich das nur rechnet, wenn die Preisdifferenz die Lade-/Entladeverluste und den Batterieverschleiss übersteigt – nicht jede kleine Differenz lohnt einen Zyklus.
Nur der Energieanteil ist dynamisch – Netz und Abgaben bleiben gleich, deshalb ist die reale Ersparnis kleiner als die reinen Börsen-Schwankungen vermuten lassen. Prüfe die genauen Konditionen deines CKW-Tarifs direkt bei CKW. Baue in Loxone Sicherheiten ein: Mindest-Warmwassertemperatur, Ladeschluss-Zeit fürs Auto, Frostschutz für die Wärmepumpe – Komfort und Sicherheit haben Vorrang vor dem günstigsten Preis.