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CKW-Strompreise per API in Loxone einbinden — so geht's

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
CKW-Strompreise per API in Loxone einbinden — so geht's
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Ja, das geht: Der Loxone Miniserver kann über einen Virtuellen HTTP-Eingang eine Preis-API abfragen, den JSON-Wert per Befehlserkennung herausschneiden und daraus eine Analog-Variable machen — auf die du dann Boiler, Wärmepumpe oder Wallbox schaltest. Der einzige echte Knackpunkt ist die Quelle: Du brauchst eine Endpoint-URL, die dir stündliche Preise als JSON liefert, und du musst prüfen, ob dein CKW-Tarif überhaupt dynamisch (stündlich) abgerechnet wird oder nur ein Hoch-/Niedertarif-Modell ist.

Die vier Schritte im Miniserver

1) In Loxone Config einen 'Virtuellen HTTP Eingang' anlegen und dort die Adresse deiner Preisquelle eintragen, Abfragezyklus z. B. alle 300–900 Sekunden (nicht im Sekundentakt — Preise ändern sich stündlich). 2) Darunter einen 'Virtuellen HTTP Eingang Befehl' erzeugen und mit 'Befehlserkennung' (Start-/End-Zeichenkette rund um den Zahlenwert) den Preis aus dem JSON schneiden. 3) Den Eingang als Analog-Wert auf einen Merker/Statusbaustein legen. 4) Auf diesen Wert einen Schwellwert- oder Vergleichs-Baustein setzen, dessen Ausgang deinen Verbraucher freigibt.

CKW-Strompreise per API in Loxone einbinden — so geht's
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Erst klären: Hast du überhaupt einen dynamischen Tarif?

Ein API-Preis nützt dir nur, wenn deine Abrechnung ihm folgt. Frag bei CKW konkret nach: Ist mein Produkt stundenabhängig (Spotpreis-gekoppelt) oder ein klassischer Tarif mit festen Zeitfenstern? Und: Gibt es zu meinem Produkt eine offizielle Schnittstelle oder einen Datendownload? Ohne bestätigte Endpoint-URL aus erster Hand solltest du keine Adresse 'raten' — nimm die Angaben deines Versorgers, nicht die aus einem Forum. Wenn dein Tarif nicht stundenvariabel ist, sparst du mit Preis-Automatik nichts; dann ist Eigenverbrauchs-Optimierung der bessere Hebel.

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Wenn es keine offene Preis-API gibt: der Umweg über den Börsenpreis

Viele Loxone-Installationen ziehen nicht den Endkundenpreis, sondern den Börsen-/Spotpreis als JSON und rechnen die restlichen Bestandteile im Miniserver dazu. Praktisch heisst das: Börsenpreis (Rappen bzw. Cent pro kWh) plus deine fixen Aufschläge — Netznutzung, Abgaben, Marge — als Konstante addieren. Das ergibt zwar keinen rechtsverbindlichen Abrechnungspreis, aber die richtige *Rangfolge* der Stunden. Und für Schaltentscheidungen zählt genau die: teuerste vs. günstigste Stunde des Tages.

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Einheit und Zeitzone — hier gehen die meisten Sekunden verloren

Zwei Fehler kosten regelmässig Nerven: Erstens die Einheit. Börsen-Feeds liefern typischerweise pro MWh, deine Rechnung denkt in kWh — Faktor 1000. Vergisst du ihn, schaltet dein Schwellwert nie oder immer. Zweitens die Zeitzone: Preis-Feeds geben Zeitstempel häufig in UTC aus, dein Miniserver läuft auf Lokalzeit. Im Sommer sind das zwei Stunden Versatz — du heizt dann konsequent im falschen Fenster. Prüf beides einmal am ersten Tag gegen einen manuell abgelesenen Preis, statt es zu unterstellen.

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Was der Miniserver von Haus aus nicht kann

Der HTTP-Eingang holt einen Wert — er kennt keine Vorschau. Für 'schalte in den 3 günstigsten Stunden der Nacht' brauchst du die ganze Tageskurve, und die aus einem JSON-Array im Loxone-Baustein zu sortieren, ist Bastelei. Der saubere Weg: ein kleiner Vorrechner (Raspberry Pi o. ä.) holt die Kurve, bestimmt die günstigen Stunden und schickt dem Miniserver nur noch ein simples Frei/Sperr-Signal per Virtuellem Eingang. Wir setzen dieses Muster — Pi holt und rechnet, Loxone schaltet — bei Kunden ein, weil es genau die Grenze respektiert, die der Miniserver hat.

Erst verdrahten, dann jubeln

Ein Klassiker aus der Praxis: Der Wert kommt sauber im Miniserver an (HTTP 200, Variable zeigt den Preis), aber das Gerät reagiert nicht — weil der Ausgang zum Wechselrichter oder zur Wärmepumpe (z. B. per Modbus) nie fertig verdrahtet wurde. Sichtbarer Wert ≠ wirksame Steuerung. Teste deshalb bewusst mit einem künstlich niedrigen Schwellwert und schau am Gerät nach, ob es wirklich anläuft.

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