Lastspitzenreduktion darstellen – wie geht das?

Lastspitzenreduktion stellst du am klarsten mit deinem Lastgang dar: der gemessenen Leistung (kW) über die Zeit. Du zeichnest die ursprüngliche Kurve, legst eine waagerechte Kappungslinie (Schwellenwert) darüber und markierst die Fläche oberhalb – genau das ist die gekappte Spitze.
Nimm ein Liniendiagramm: X-Achse = Zeit, Y-Achse = Leistung in kW. Zeichne deinen realen Lastgang ein. Ziehe dann eine horizontale Linie auf Höhe der angestrebten Maximallast – das ist der Schwellenwert. Alles oberhalb dieser Linie ist die Lastspitze, die reduziert werden soll. Diese eine Grafik beantwortet die Frage optisch sofort.

Lege zwei Kurven übereinander: die Originalkurve (dünn/grau) und die geglättete Kurve nach der Reduktion (kräftig/farbig). Die Differenz an der Spitze zeigst du als schraffierte Fläche oder Pfeil. So sieht man ohne Zahlen, um wie viele kW die Spitze gesunken ist und dass die Energie (kWh) in Nebenzeiten verschoben wurde.

Ergänze die Grafik um wenige harte Werte: die alte Höchstlast (kW), die neue Höchstlast (kW) und die Reduktion als Differenz. Bei Bedarf die verschobene Energiemenge (kWh). Vermeide erfundene Prozentwerte – nimm nur, was deine eigenen Messdaten hergeben.

Für einen Tag/eine Woche eignet sich die Lastganglinie. Für Monats- oder Jahressicht nimm ein Balkendiagramm der jeweiligen Monatshöchstlasten – so wird sichtbar, in welchen Monaten die Spitze auftritt. Eine Heatmap (Tage × Stunden) zeigt zusätzlich, zu welchen Uhrzeiten die Spitzen typisch entstehen.

Belastbar wird die Darstellung erst mit den 15-Minuten-Messwerten deiner registrierenden Leistungsmessung (RLM). Die maßgebliche Spitze ist der höchste dieser Viertelstunden-Mittelwerte im Bezugszeitraum – nicht ein kurzer Sekunden-Peak. Stelle daher immer die 15-Minuten-Werte dar, nicht geglättete Momentanwerte.
Bei RLM-Kunden bestimmt die Jahreshöchstlast (kW) den Leistungspreis der Netzentgelte. Deshalb macht die Darstellung nicht nur den Energieverbrauch, sondern gezielt die eine teure Viertelstunde sichtbar. Wer die Spitze im Diagramm erkennt, versteht auch, wo Kappung, Lastverschiebung oder ein Speicher ansetzen.