Achtzehn Filme, achtzehn Gewerke, ein Problem
Kurz gesagt: Achtzehn Kurzfilme, je rund 100 bis 130 Sekunden, im Hochformat 9:16 — ein gewerkeübergreifender Kernfilm und siebzehn Gewerke. Jeder Film beginnt mit einem Satz, den der Betrieb selbst sagt. Zusammen gut 31 Minuten, zu sehen unter eigenkern.de/handwerker-filme.
Ein Satz, den jeder Betrieb kennt
Die Reihe verzichtet auf das übliche Erklärvideo-Muster: kein Musikbett, keine Produktvorstellung, kein Feature-Katalog. Stattdessen fängt jeder Film mit einer Situation an, die im Betrieb tatsächlich vorkommt — und mit einem Satz, den dort jemand sagt.
„Der Prüfer steht im Hof. Er will die Nachweise.“ „Drei Meter hoch. Leiter ohne Plakette.“ „Vier Mann auf dem Gerüst. Der Nachweis liegt wo?“ Erst danach kommt die Antwort. Das ist die Dramaturgie aller achtzehn Filme.
Warum ausgerechnet Prüfnachweise
Auffällig ist, worum es in fast jedem Film geht: nicht um Aufträge, nicht um Rechnungen, sondern um Nachweise. Leiter, Gerüst, Hebebühne, Gurt, Saugheber, Kran — jedes dieser Arbeitsmittel unterliegt wiederkehrenden Prüfungen, und jede Prüfung erzeugt einen Beleg, der auffindbar sein muss.
Das Problem ist selten die Prüfung selbst; die wird in aller Regel gemacht. Das Problem ist der Weg vom Beleg zur Antwort: Wer hat geprüft, wann, welches Gerät, und wo liegt das Papier? Genau dort setzen die Filme an.
| Gewerk | Der Satz, mit dem der Film anfängt |
|---|---|
| Dachdecker | „Zwei Stockwerke höher. Und keiner weiß, seit wann.“ |
| Elektrotechniker | „Freitagnachmittag. Die Wallbox lädt nicht.“ |
| Fliesenleger | „Läuft jeden Tag. Geprüft wann?“ |
| Garten- und Landschaftsbau | „Läuft seit sieben. Letzte Prüfung: unbekannt.“ |
| Gerüstbau | „Vier Mann auf dem Gerüst. Der Nachweis liegt wo?“ |
| Glaser | „Glas am Saugheber. Gurt geprüft?“ |
| Heizungsbauer | „Minus sechs Grad. Und die Heizung steht.“ |
| Maler | „Drei Meter hoch. Leiter ohne Plakette.“ |
| Maurer | „Hebebühne seit Montag. Nachweis: nirgends.“ |
| Metallbau | „Zweihundert Mal am Tag. Geprüft: angeblich.“ |
| Gebäudereinigung | „Läuft jede Nacht. Der Nachweis nie.“ |
| Straßenbau | „Alles im Einsatz. Nichts dokumentiert.“ |
| Stuckateur | „Wandert von Raum zu Raum. Der Nachweis bleibt liegen.“ |
| Tischler | „Im Herzen der Werkstatt. In keiner Prüfliste.“ |
| Wärmepumpe | „Sonntagmorgen. Die Duschen bleiben kalt.“ |
| Zimmerer | „Der Kran hebt seit sechs. Geprüft wann?“ |
Sechzehn der achtzehn Filme. Dazu der gewerkeübergreifende Kernfilm (129 s) und ein Film zum eigenen Betrieb (104 s).
Die Machart: Hochformat, Sprache, Untertitel
Alle Filme laufen im Hochformat 9:16 bei 1080 × 1920 — für das Gerät gebaut, das der Handwerker in der Hand hat, nicht für den Besprechungsraum. Es gibt gesprochenen Text und Untertitel, aber kein Musikbett: Die Filme sollen auch ohne Ton verständlich sein, weil sie genau so angesehen werden.
Wofür das ein Beispiel ist
Hinter der Reihe steht Eigenkern — ein Assistenzsystem, das im Haus des Betriebs läuft statt in einer fremden Cloud. Die Filme sind weniger Werbung als Demonstration eines Prinzips: Erst das größte Ärgernis, dann der Rest. Dass daraus achtzehn Filme statt einem geworden sind, hat einen einfachen Grund: Der Dachdecker erkennt sich im Dachdecker-Film wieder, nicht in einem allgemeinen Erklärfilm.
Grundlage: die öffentliche Übersichtsseite eigenkern.de/handwerker-filme, abgerufen am 15.09.2026 — Anzahl, Gewerke, Laufzeiten, Format und Eingangssätze stammen von dort. Die in den Filmen gezeigten Betriebe und Daten sind laut Anbieter erfunden. Anbieter ist Eigenkern (Lastrup), nicht die HR Energiemanagement GmbH. Welche Prüfungen für welches Arbeitsmittel in welchem Intervall gelten, richtet sich nach Betriebssicherheitsverordnung und den einschlägigen DGUV-Vorschriften — keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Häufige Fragen
Wie viele Handwerker-Filme gibt es und wie lang sind sie?
Achtzehn Filme: ein gewerkeübergreifender Kernfilm mit 129 Sekunden, ein Film zum eigenen Betrieb mit 104 Sekunden und sechzehn Gewerke-Filme zwischen 99 und 108 Sekunden. Zusammen rund 31,5 Minuten, alle im Hochformat 9:16 bei 1080 × 1920.
Welche Gewerke sind abgedeckt?
Dachdecker, Elektrotechniker, Fliesenleger, Garten- und Landschaftsbau, Gerüstbau, Glaser, Heizungsbauer, Maler, Maurer, Metallbau, Gebäudereinigung, Straßenbau, Stuckateur, Tischler, Wärmepumpe und Zimmerer — dazu der Kernfilm und ein Film zum eigenen Betrieb.
Sind die gezeigten Betriebe echte Kunden?
Nein. Die Betriebsnamen und alle Daten in den Aufnahmen sind erfunden; das weist die Filmseite selbst aus. Es handelt sich um Demonstrationen einer Bedienlogik, nicht um Referenzen.
Warum haben die Filme kein Musikbett?
Weil sie auch ohne Ton funktionieren sollen. Sie sind fürs Telefon gebaut und werden typischerweise zwischendurch angesehen — auf der Baustelle, im Stehen, oft stumm. Deshalb gibt es gesprochenen Text und Untertitel, aber keine Musik.
Gehört Eigenkern zu Stromfee?
Nein. Eigenkern ist ein eigenständiges Angebot mit Sitz in Lastrup und nicht Teil der Stromfee-Leistungen der HR Energiemanagement GmbH in Bünde. Dieser Beitrag berichtet über die Filmreihe; Ansprechpartner, Angebot und Rechtstexte stehen auf eigenkern.de.