Energie- und Leistungsmessung mit Loxone: So geht's und was es kostet

Loxone misst Strom und Leistung nicht mit einem einzelnen "Monitor", sondern über Energiezähler, die du an den Miniserver anbindest – die Werte laufen dann in der Loxone-App und der Visualisierung zusammen. Einen festen Listenpreis für "das Loxone Monitoring" gibt es nicht: Der Preis setzt sich aus Miniserver, Zählern und der Montage durch einen Loxone-Partner zusammen.
Der Miniserver ist die Zentrale, sieht selbst aber keinen Strom. Für die Messung brauchst du einen Energiezähler: Loxone bietet dafür eigene Zähler an, alternativ bindest du einen Zähler mit Modbus-Schnittstelle über die Loxone Modbus Extension ein. Der Zähler liefert dann Wirkleistung (kW) und Energie (kWh), die der Miniserver aufzeichnet und in der App darstellt.

Ja – du kannst am Gesamtanschluss messen (Gesamtverbrauch, Bezug, Einspeisung) oder einzelne Stromkreise mit je einem Zähler ausstatten, etwa Wärmepumpe, Wallbox oder PV. Je mehr Punkte du getrennt sehen willst, desto mehr Zähler und Wandler brauchst du – und desto höher fallen Hardware und Installationsaufwand aus.

Loxone verkauft über Fachpartner, nicht als fertige Pauschale von der Stange. Kostentreiber sind: (1) ob schon ein Miniserver vorhanden ist, (2) Anzahl der Messpunkte und damit Zähler/Stromwandler, (3) ob eine Modbus Extension nötig ist, (4) die Montage im Schaltschrank durch eine Elektrofachkraft. Belastbare Zahlen bekommst du nur über ein konkretes Angebot deines Loxone-Partners – veröffentlichte "ab X Euro"-Angaben sind für deinen Fall meist irreführend.

Halte drei Dinge bereit, bevor du anfragst: Was willst du messen (nur Gesamt oder einzelne Kreise), ist bereits ein Miniserver installiert, und wie ist dein Zählerschrank aufgebaut (Platz, ein-/dreiphasig, Ampere)? Damit kann dir ein Loxone-Partner Zähleranzahl und Aufwand direkt kalkulieren, statt mit Schätzpreisen zu arbeiten.

Der Mehrwert gegenüber einem einfachen Steckdosen-Messgerät liegt in der Integration: Der Miniserver speichert Verläufe, zeigt sie in der App und kann auf Basis der Messwerte automatisch schalten – etwa Wallbox oder Warmwasser bei PV-Überschuss. Wenn du nur einmal einen Verbrauch ablesen willst, ist ein simpler Zwischenzähler günstiger; für dauerhaftes Monitoring plus Steuerung ist die Loxone-Anbindung gemacht.
Kurz gesagt: Der Loxone Miniserver misst Strom nicht selbst — er hat keinen eingebauten Stromsensor. Er erfasst Verbrauch und Leistung immer über einen vorgeschalteten Zähler oder Sensor, dessen Werte er dann einliest, visualisiert und für Automationen (z. B. Lasten schalten) nutzt. "Loxone Strommessung" heißt also praktisch: einen geeigneten Messwertgeber an den Miniserver anbinden. Ob eine Messung möglich ist, hängt damit nicht am Miniserver, sondern daran, ob dein Zähler eine auslesbare Schnittstelle hat.
Konkret hast du drei bewährte Wege, je nach vorhandener Hardware: (1) S0-Impulsausgang — viele Energiezähler geben pro verbrauchter Wattstunde einen Impuls aus; diesen zählst du an einem digitalen Eingang des Miniservers und rechnest ihn in kWh und aktuelle Leistung um. (2) Modbus (RS485) — mit der Loxone Modbus Extension liest du digitale Energiezähler (z. B. Eastron-SDM-Reihe) direkt aus und bekommst Strom, Spannung, Wirk- und Blindleistung als saubere Messwerte. (3) Analoge Stromwandler/-zangen mit 0–10-V-Ausgang, die du an einen Analogeingang legst, wenn du eine Leitung ohne eigenen Zähler überwachen willst. Für einen genauen, dreiphasigen Überblick ist der Weg über einen Modbus-Zähler in der Regel die robusteste Lösung; für eine einfache Verbrauchszählung reicht oft schon der S0-Impuls.
→ Ausführlich zu energiemessung mit loxone: Energiemessung mit Loxone: Wie geht das?
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