Festpreisangebot Strom — was ist das und lohnt es sich für dich?

Ein Festpreisangebot ist ein Stromtarif, bei dem dein Arbeitspreis pro Kilowattstunde für die gesamte vereinbarte Laufzeit fest bleibt. Du zahlst also denselben Cent-Betrag je kWh, egal wie sich der Strommarkt entwickelt.
Fest ist der Arbeitspreis (ct/kWh) und meist auch der monatliche Grundpreis — für die vereinbarte Dauer, oft 12 oder 24 Monate. Achtung: Der Anbieter garantiert normalerweise nur die eigenen Beschaffungs- und Vertriebskosten. Ändern sich staatliche Umlagen, Netzentgelte oder die Mehrwertsteuer, dürfen viele Verträge trotzdem angepasst werden. Prüfe deshalb, ob es sich um eine reine Preisgarantie oder eine eingeschränkte (nur ohne Steuern/Abgaben) handelt.

Ein Festpreis lohnt sich vor allem, wenn du Planungssicherheit willst und die Marktpreise eher steigen. Du bist dann gegen Preiserhöhungen geschützt. Der Nachteil: Fallen die Börsenpreise, profitierst du nicht — du zahlst weiter den vereinbarten Preis. Wer flexibel bleiben oder auf sinkende Preise setzen will, ist mit einem variablen oder dynamischen Tarif oft besser bedient.

1) Arbeitspreis und Grundpreis mit deinem aktuellen Tarif vergleichen — auf Basis deines echten Jahresverbrauchs (kWh vom letzten Zähler oder der letzten Abrechnung). 2) Laufzeit und Kündigungsfrist checken. 3) Umfang der Preisgarantie lesen (vollständig oder nur ohne Steuern/Umlagen?). 4) Neukunden-Boni nur einmalig einrechnen, nicht als Dauerersparnis.

Festpreis: gleicher Preis über die Laufzeit, maximale Sicherheit, keine Chance auf Ersparnis bei fallenden Preisen. Variabler Tarif: Anbieter kann den Preis mit Ankündigung ändern. Dynamischer Tarif: dein Preis folgt stündlich der Strombörse — spannend, wenn du Verbrauch verschieben kannst (Wärmepumpe, E-Auto, Speicher), aber mit Preisrisiko. Zu einem Festpreis passt eher ein gleichmäßiges, wenig steuerbares Verbrauchsprofil.

Achte auf lange Mindestlaufzeiten mit stiller Verlängerung, auf Vorauskasse- oder Kautionsmodelle und auf Boni, die den Preis im ersten Jahr künstlich drücken. Rechne den Preis immer OHNE Bonus, um den echten Folgejahres-Preis zu sehen. Und kläre, was nach Ablauf der Festpreisphase passiert — oft folgt ein teurerer Standardtarif, wenn du nicht rechtzeitig wechselst.