2-MWh-Speicher mit automatischem Handel: Wer sind die führenden Anbieter?

Bei „2 MWh Speicher + automatischer Handel" mischen sich zwei Märkte: Hardware-Hersteller für Gewerbe-/Industriespeicher und Software-Anbieter, die den Speicher automatisch am Strommarkt handeln. Hier die konkreten Firmennamen, sortiert nach Voll-Anbieter, Hardware und herstellerunabhängiger Handelssoftware.
Diese Firmen liefern Speicher UND die Handels-Software aus einer Hand: Tesla (Megapack + „Autobidder"-Trading), Fluence Energy (Speicher + „Mosaic"-Bidding-Software), Wärtsilä Energy Storage (Speicher + „GEMS"-Plattform), Powin (Speicher + „StackOS") und Stem Inc. (Speicher + „Athena"-KI). Vorteil: alles aufeinander abgestimmt. Nachteil: du bindest dich an ein Ökosystem.

Reine Speicher-Hersteller (Handel kommt separat dazu) für den 2-MWh-Bereich: TESVOLT (Wittenberg) und INTILION (Paderborn) aus Deutschland, dazu die Zell-/System-Größen CATL, BYD Energy Storage, Sungrow, Samsung SDI und LG Energy Solution. 2 MWh ist Gewerbe-/Industrie-Großspeicher — meist mehrere Rack-Schränke oder ein Container, kein Heimspeicher.

Diese Anbieter handeln deinen Speicher am Day-Ahead- und Intraday-Markt, egal von welchem Hersteller die Batterie ist: Entrix (München), Suena Energy (Hamburg), enspired (Wien, Intraday), Next Kraftwerke (Köln, virtuelles Kraftwerk), Flexpower und Node.energy. Sinnvoll, wenn du die Hardware schon hast oder frei wählen willst.

Ein Algorithmus lädt den Speicher, wenn Strom billig (oder negativ) ist, und entlädt/verkauft, wenn er teuer ist — Arbitrage im 15-Minuten-Takt, plus optional Regelleistung. Bei 2 MWh Kapazität entscheidet die Handels-Software über den Löwenanteil des Erlöses: Die gleiche Batterie bringt mit gutem Bidding deutlich mehr als mit statischer Steuerung.

Neubau ohne Vorliebe → Voll-Anbieter (Tesla, Fluence, Wärtsilä) für schnelle Inbetriebnahme. Bestehender oder frei gewählter Speicher → herstellerunabhängiger Optimizer (Entrix, Suena, enspired). Wichtig: Handels-Anbieter binden sich per Schnittstelle an (Modbus/SunSpec/API) — prüfe vor dem Kauf, ob dein Speicher-Hersteller diese Anbindung offen unterstützt.
Stromfee ist herstellerunabhängiger Optimizer: Wir binden bestehende Speicher (via Modbus/SunSpec/API, katalogisiert für 170+ Hersteller) an und steuern Lade-/Entladefahrpläne nach Marktpreis und §51-EEG-Regeln — ohne dass du an eine bestimmte Batterie-Marke gebunden bist. Kein Ersatz für die Hardware-Hersteller oben, sondern die Handels-/Steuerungsschicht darüber.
2 MWh ist die Kapazität deines Speichers, also die Energiemenge, die er aufnehmen und wieder abgeben kann – nicht seine Leistung. Wie schnell er lädt und entlädt, sagt dir erst die Leistungsangabe in Kilowatt oder Megawatt. Beide Werte gehören zusammen: Ein Speicher mit 1 MW Leistung und 2 MWh Kapazität kann rund zwei Stunden bei Volllast einspeisen (das nennt man C-Rate, hier 0,5 C). Bei 2 MW Leistung wäre dieselbe Kapazität in etwa einer Stunde leer. Achte deshalb bei jedem Angebot darauf, dass beide Zahlen genannt werden – „2 MWh“ allein sagt noch nichts über die nutzbare Leistung. Ein 2-MWh-System liegt in der Größenordnung für Gewerbe und Industrie, wird meist in Lithium-Eisenphosphat-Technik (LFP) und als Containerlösung gebaut und ist im Marktstammdatenregister (MaStR) meldepflichtig.
Ob sich ein 2-MWh-Speicher für dich rechnet, hängt nicht an der Kapazität allein, sondern an deinem Lastgang. Prüfe der Reihe nach: (1) Wie hoch und wie lang sind deine Leistungsspitzen? Willst du sie kappen (Peak-Shaving), muss die Leistung des Speichers – nicht die Kapazität – zur Spitze passen. (2) Hast du PV-Überschuss oder günstigen Netzstrom, den du zeitlich verschieben willst (Eigenverbrauch, Arbitrage)? Dann bestimmt die Kapazität, wie viel du puffern kannst. (3) Lege aus Lastgang und Zielanwendung das Verhältnis von Leistung zu Kapazität fest, bevor du ein Produkt aussuchst. Kurz zur Ja-oder-Nein-Frage: Ein 2-MWh-Speicher lohnt sich, wenn du damit teure Lastspitzen senkst oder Erzeugungsüberschüsse in Zeiten hoher Preise verschiebst und die passende Leistung dazu dimensionierst. Er lohnt sich nicht, wenn nur die MWh-Zahl groß ist, die nutzbare Leistung aber zu deinem Bedarf nicht passt – dann zahlst du für Kapazität, die du nicht bewegen kannst.
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