SENEC-Speicher in Home Assistant einbinden – so geht's

Ja, du kannst deinen SENEC-Speicher in Home Assistant einbinden – meist über eine Community-Integration, entweder direkt lokal übers Gerät oder über dein mein-senec.de-Konto. Eine offizielle, öffentlich dokumentierte SENEC-API gibt es nicht, deshalb läuft die Anbindung über inoffizielle, aber etablierte Wege.
SENEC ist nicht in Home Assistant vorinstalliert. Du installierst eine Community-Integration über HACS (Home Assistant Community Store). Danach erscheinen Werte wie Ladezustand (SoC), PV-Erzeugung, Hausverbrauch, Netzbezug und Netzeinspeisung als eigene Sensoren, die du in Dashboards und Automatisierungen nutzen kannst.

1. HACS in Home Assistant installieren. 2. In HACS die SENEC-Integration als Custom Repository hinzufügen und installieren. 3. Home Assistant neu starten. 4. Unter Einstellungen → Geräte & Dienste → Integration hinzufügen die SENEC-Integration wählen und die lokale IP-Adresse deines Speichers eintragen. Vorteil: Die Daten bleiben im Haus, du bist nicht von der SENEC-Cloud abhängig. Gib dem Speicher am besten eine feste IP im Router.

Erreichst du das Gerät lokal nicht sauber, kannst du die Cloud-Anbindung über deine mein-senec.de-Zugangsdaten wählen. Das ist einfacher einzurichten, aber langsamer und von der SENEC-Cloud abhängig – fällt der Dienst aus oder ändert SENEC etwas, stehen die Werte still. Für Echtzeit-Automatisierungen ist die lokale Variante die bessere Wahl.

Typisch sind: Batterie-Ladezustand in Prozent, aktuelle Lade-/Entladeleistung, PV-Erzeugung, Hausverbrauch, Netzbezug und Netzeinspeisung. Damit kannst du z. B. Verbraucher (Wallbox, Wärmepumpe, Waschmaschine) automatisch starten, wenn der Speicher voll ist oder viel PV-Überschuss anliegt.

Die Integration ist Community-Arbeit und nutzt inoffizielle Schnittstellen – bei SENEC-Firmware-Updates kann sie kurzzeitig ausfallen, bis die Entwickler nachziehen. Firmware-Stände unterscheiden sich; nicht jeder Sensor ist auf jedem Modell verfügbar. Für Abrechnung oder Nachweise sind diese Werte nicht geeicht – sie dienen der Anzeige und Steuerung, nicht der Messung.
Home Assistant zeigt dir nur an, was passiert – es ändert nichts an der Messkonzept-Frage. Wenn dein Speicher nicht nur aus PV, sondern auch aus dem Netz lädt und wieder einspeisen soll, brauchst du in der Regel eine eigene Messstelle am Speicher. Sonst wird die Speicher-Einspeisung auf die EEG-Vergütung der PV angerechnet, und eine Mischladung (PV + Netzbezug) schließt die klassische Volleinspeise-Vergütung aus. Das ist eine Abrechnungs-, keine Software-Frage.