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Janitza per MQTT ins Netzwerk holen – geht das direkt?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Janitza per MQTT ins Netzwerk holen – geht das direkt?
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Kurz: Nein, ein Janitza UMG-Messgerät spricht ab Werk Modbus (TCP/RTU), aber kein MQTT. Du brauchst eine Brücke im Netzwerk, die die Modbus-Register liest und als MQTT-Nachrichten weiterschickt.

Die direkte Antwort: Modbus lesen, MQTT senden

Ein Janitza UMG (z. B. UMG 604 / 96-PA) gibt seine Messwerte über Modbus TCP im Netzwerk aus – Standard-Port 502. MQTT ist bei diesen Geräten normalerweise nicht nativ an Bord. Der Weg ist deshalb immer: Ein kleiner Rechner (oft ein Raspberry Pi) im selben Netz liest per Modbus TCP das Gerät aus (Poller) und ein zweiter Schritt publiziert die Werte an einen MQTT-Broker. So läuft es auch bei uns: ein janitza-poller holt die Werte per Modbus TCP, ein separater mqtt-publisher schickt sie an den Broker.

Janitza per MQTT ins Netzwerk holen – geht das direkt?
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Was du im Netzwerk brauchst

1) Das Janitza-Gerät mit fester IP im LAN, Modbus-TCP aktiv (Port 502). 2) Einen Poller-Rechner im selben Subnetz, der die Geräte-IP erreicht. 3) Einen MQTT-Broker (z. B. Mosquitto) – lokal oder auf einem Server. Der Poller kennt IP, Port, Modbus-Unit-ID und die Registeradressen der gewünschten Messwerte; der Publisher kennt Broker-Adresse, Topic und Zugangsdaten.

Janitza per MQTT ins Netzwerk holen – geht das direkt?
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Datenfluss von Anfang bis Ende

Janitza UMG → (Modbus TCP, Port 502) → Poller-Skript → optional lokale Zwischenspeicherung (z. B. InfluxDB, rotierend) → (MQTT) → Broker → Verbraucher/Datenbank. Bei uns landen die Janitza-Werte am Ende in einer ClickHouse-Tabelle. Trenne Lesen (Modbus) und Senden (MQTT) sauber in zwei Diensten – das macht Fehlersuche und Neustarts einfacher.

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MQTT-Topics und Registerzuordnung

Lege pro Messgröße ein klares Topic fest (z. B. standort/janitza/spannung_l1) und mappe es auf die passende Modbus-Registeradresse. Achte auf den Datentyp der Register (Float, 32-Bit über zwei Register, Byte-Reihenfolge). Ein falscher Registeroffset oder eine vertauschte Word-Order ist die häufigste Ursache für unplausible Werte.

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Als systemd-Dienst dauerhaft laufen lassen

Betreibe Poller und Publisher als eigene systemd-Services, damit sie nach Neustart automatisch anlaufen. Getrennte Dienste (Poller / MQTT-Publisher) mit eigenem Arbeitsverzeichnis erlauben es, einen Teil neu zu starten, ohne den anderen zu stören. Logge Verbindungsabbrüche zum Gerät und zum Broker getrennt.

Typische Stolperfallen

Firewall oder VLAN blockiert Port 502 zwischen Poller und Gerät. Modbus-Unit-ID falsch gesetzt. Ältere UMG erlauben oft nur wenige parallele Modbus-TCP-Verbindungen – setze also nicht mehrere Poller auf dasselbe Gerät. Und: MQTT-QoS und Retain sinnvoll wählen, damit ein neu verbundener Verbraucher direkt den letzten Wert sieht.

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