Leistung des Energiemanagers im Loxone-Energieflussmonitor erfassen

Der Energieflussmonitor zeigt nur das an, was du ihm als Messwert zuführst – die Leistung muss also erst als Eingangswert in Loxone ankommen. Hier liest du direkt, woher der Wert kommt, wie du ihn an den Baustein hängst und was du dabei prüfen musst.
Der Energieflussmonitor rechnet nicht selbst – er stellt dar, was der Energiemanager-Baustein bekommt. Du brauchst also eine Quelle, die die aktuelle Wirkleistung (kW/W) liefert: einen Zähler oder Wechselrichter, dessen Wert per Modbus, Analogeingang oder virtuellem Eingang in Loxone landet. Diesen Wert legst du auf den passenden Eingang (Erzeugung, Verbrauch, Netzbezug, Speicher) des Energiemanagers – dann erscheint er im Monitor.

1) Messquelle einbinden (Zähler/WR). 2) Den Leistungswert als Eingangsobjekt anlegen – bei Modbus-Geräten über die Modbus-Extension bzw. das Modbus-TCP-Gateway, sonst über einen virtuellen Eingang (HTTP/UDP). 3) Wert auf den richtigen Eingang des Energiemanager-Bausteins verdrahten. 4) Konfiguration in den Miniserver speichern. 5) Den Energieflussmonitor im Baustein aktivieren und den Fluss in der App kontrollieren.

Hat dein Gerät Modbus (TCP oder RTU), ist das der saubere Weg: Register für die Wirkleistung aus der Registertabelle des Herstellers auslesen, Skalierung/Faktor beachten. Liefert das Gerät nur HTTP/JSON oder UDP (z. B. ein Edge-/Pi-Gateway davor), nutzt du einen virtuellen Eingang und parst den Leistungswert. Wichtig: Damit im Monitor etwas ankommt, muss der Eingang auch wirklich einen Zahlenwert erhalten – nicht nur eine Variable, die im Programm existiert.

Der Energieflussmonitor unterscheidet Richtung über das Vorzeichen: Bezug vs. Einspeisung, Laden vs. Entladen. Prüfe, ob dein Zähler die Leistung vorzeichenbehaftet liefert, und ob die Einheit stimmt (viele Zähler geben W, Loxone erwartet je nach Baustein-Eingang oft kW). Ein falscher Faktor oder ein invertiertes Vorzeichen ist die häufigste Ursache dafür, dass der Fluss „falsch herum“ oder viel zu groß angezeigt wird.

Ein häufiger Fehler: Der Loxone-Wert wird gesetzt (HTTP 200), das Gerät reagiert aber nicht – weil die Verdrahtung im Loxone-Programm nur halb fertig ist (Eingang existiert, aber kein Ausgang/Modbus-Objekt dahinter). Umgekehrt gilt dasselbe fürs Erfassen: Lege den Leistungswert vollständig bis zum Monitor-Eingang durch. Ein vorgeschaltetes Pi-Edge-Gerät kann helfen, wenn die direkte Modbus-Verdrahtung klemmt.
Vergleiche den in Loxone angezeigten Leistungswert mit dem Display des Zählers/Wechselrichters unter Last. Stimmen die Größenordnung und die Richtung, ist die Erfassung korrekt. Erst dann sind die abgeleiteten Werte im Energieflussmonitor (Eigenverbrauch, Netzbezug, Autarkie) belastbar.