Loxone und Datenbank: So speicherst du deine Messwerte dauerhaft

Der Loxone Miniserver hat keine klassische SQL-Datenbank an Bord – er loggt Werte über die interne Statistik-Funktion in Dateien. Für echte Zeitreihen-Auswertungen exportierst du die Daten in eine externe Datenbank wie InfluxDB.
Nein, nicht im Sinne einer relationalen Datenbank (MySQL, Postgres). Der Miniserver speichert Verläufe über die Funktion "Statistik": Du aktivierst sie am jeweiligen Baustein, dann werden Werte lokal als Dateien abgelegt und du siehst die Verläufe in der Loxone-App und im Webinterface. Für lange Historien, freie Abfragen oder Dashboards außerhalb von Loxone reicht das nicht – dafür brauchst du eine externe Datenbank.

Der übliche Weg: Loxone gibt Werte per MQTT oder HTTP aus, ein Sammler schreibt sie in eine Zeitreihen-Datenbank. Praxis-Setup: Loxone → MQTT-Broker → InfluxDB → Grafana zur Visualisierung. So läuft es auch bei uns – Miniserver liefern Werte per MQTT bzw. HTTP-Pull an einen Sammeldienst, der sie in InfluxDB-Buckets ablegt. Alternativ kannst du Werte per HTTP-Ausgang direkt an eine eigene API senden, die in deine Datenbank schreibt.

Loxone kann über den MQTT-Client (Miniserver Gen. 2 / entsprechende Erweiterung) Zustände und Messwerte an einen Broker publishen. Ein kleiner Dienst (z. B. Telegraf oder ein Python-Skript) abonniert die Topics und schreibt jeden Wert mit Zeitstempel in InfluxDB. Vorteil: Du bekommst jede Änderung nahezu in Echtzeit, ohne den Miniserver ständig abzufragen.

Ohne MQTT nutzt du in Loxone einen Virtuellen HTTP-Ausgang: Bei jeder Wertänderung schickt der Miniserver einen GET/POST-Request an deinen Endpunkt (z. B. eine FastAPI). Dein Skript liest den Wert aus der URL und schreibt ihn in die Datenbank. Achtung: Ist die Loxone-Programmierung nur halb verdrahtet (Ausgang existiert, aber kein Signal dahinter), kommt zwar HTTP 200 zurück, aber kein sinnvoller Wert – das solltest du prüfen.

Für Gebäude- und Energiedaten ist eine Zeitreihen-Datenbank die richtige Wahl: InfluxDB ist der Standard, oft kombiniert mit Grafana für Diagramme. Alternativen sind TimescaleDB (auf Postgres-Basis) oder eine klassische MySQL-Tabelle, wenn du nur wenige Werte selten speicherst. Für Sekunden-/Minutenwerte über Monate ist eine reine SQL-Tabelle unpraktisch – nimm dann InfluxDB oder Timescale.
Willst du bestehende Verläufe aus der internen Statistik herausholen, kannst du sie im Loxone Config bzw. über das Webinterface als Datei exportieren und einmalig in deine Datenbank importieren. Das ersetzt aber keine laufende Anbindung – für kontinuierliches Logging bleibt MQTT oder der HTTP-Ausgang der Weg der Wahl.