Loxone und EcoFlow verbinden – geht das?

Kurz gesagt: Ja, du kannst EcoFlow-Geräte in Loxone einbinden – aber es gibt keine fertige, offizielle Loxone-Integration von EcoFlow. Die Verbindung läuft über die EcoFlow-Schnittstelle (Cloud-API bzw. MQTT), die du mit einer kleinen Brücke an den Loxone Miniserver koppelst.
EcoFlow bietet kein natives Loxone-Plugin, und Loxone bringt keinen fertigen EcoFlow-Baustein mit. Beide Systeme sprechen aber offene Protokolle: EcoFlow stellt eine Developer-Schnittstelle (REST-API und MQTT) bereit, Loxone kann HTTP-Anfragen senden/empfangen und MQTT verarbeiten. Über diese Brücke lassen sich Werte wie Ladestand, Ein-/Ausgangsleistung oder Lade-Steuerung austauschen. Eine reine Plug-and-Play-Lösung ist es nicht – du brauchst etwas Konfiguration.

In der Praxis setzt du zwischen EcoFlow und Loxone eine kleine Middleware wie Node-RED, ioBroker oder Home Assistant. Diese holt die Daten über die EcoFlow-Cloud-API oder MQTT (Zugang über das EcoFlow Developer-Portal mit Access- und Secret-Key) und reicht sie an Loxone weiter. Vorteil: Die Middleware übernimmt Login, Datenaufbereitung und Umrechnung – Loxone bekommt am Ende nur noch saubere Werte per HTTP oder MQTT.

Auf der Loxone-Seite arbeitest du mit Virtuellen Eingängen (Werte hereinholen, z. B. per HTTP-Abfrage) und Virtuellen Ausgängen (Befehle senden). Ab Miniserver Gen 2 kannst du zusätzlich MQTT nutzen; bei älteren Modellen läuft MQTT über eine Erweiterung oder über die Middleware. Reines Modbus TCP direkt zu EcoFlow-Endgeräten ist bei den meisten Consumer-Geräten nicht vorgesehen – der Datenweg läuft über Cloud/MQTT.

Sinnvoll ist die Anbindung vor allem bei stationären Geräten: PowerStream (Balkonkraftwerk-Mikrowechselrichter), die PowerOcean-Hausspeicher, Power Kits sowie die Delta-Serie als Notstrom-/Pufferspeicher. Auslesbar sind je nach Modell u. a. Batterie-Ladestand (SoC), Ein- und Ausgangsleistung, PV-Ertrag und Betriebszustand; steuerbar sind je nach Gerät z. B. Ausgänge oder Einspeise-/Ladevorgaben. Was genau geht, hängt vom Gerät und dem in der API freigegebenen Umfang ab.

Die meisten EcoFlow-Verbindungen laufen über die Cloud – fällt das Internet oder der EcoFlow-Server aus, steht auch die Loxone-Anbindung. Rechne mit spürbarer Latenz und begrenzten Abfrage-Intervallen (Rate-Limits der API). Außerdem ist die Schnittstelle inoffiziell aus Loxone-Sicht: EcoFlow kann die API ändern, dann muss die Brücke angepasst werden. Für echte, netzunabhängige Notstrom-Logik solltest du dich nicht allein auf die Cloud-Kopplung verlassen.
1) Im EcoFlow Developer-Portal registrieren und Access-/Secret-Key erzeugen. 2) Middleware (z. B. Node-RED) aufsetzen und die EcoFlow-Nodes bzw. API/MQTT einrichten. 3) Prüfen, welche Werte dein Gerät liefert. 4) In Loxone Config Virtuelle Ein-/Ausgänge (oder MQTT-Themen) anlegen und mit deinen Bausteinen verknüpfen. 5) Test mit Live-Daten und plausibler Reaktion (z. B. Anzeige des Ladestands, testweise Schalt-Befehle).