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Loxone: Strompreis pro Tag berechnen – die Anleitung

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Loxone: Strompreis pro Tag berechnen – die Anleitung
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Du brauchst drei Dinge: einen Zählerwert in kWh, einen Preis in Cent/kWh und einen Baustein, der beides zur richtigen Zeit multipliziert. Der häufigste Fehler dabei: Tagesverbrauch mit einem Durchschnittspreis zu multiplizieren – das ist bei dynamischen Tarifen schlicht falsch.

Die Rechnung in vier Schritten

1. Zählerstand als kWh in den Miniserver holen (Modbus, S0-Impuls oder Loxone Air/Tree-Zähler). 2. Verbrauch pro Tag bilden – dafür brauchst du einen Zähler, der um 00:00 Uhr zurückgesetzt wird, nicht den absoluten Zählerstand. 3. Preis in €/kWh bereitstellen: entweder als feste Konstante aus deinem Vertrag oder als Wert, den du von deinem Anbieter abrufst. 4. Kosten = kWh × €/kWh. Bei festem Tarif reicht genau das einmal am Tagesende. Rechne mit Brutto: der Börsenpreis allein ist nicht dein Preis, Netzentgelte, Abgaben, Steuern und der Aufschlag deines Anbieters gehören dazu, sonst liegst du deutlich zu niedrig.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
Warum Tagesverbrauch × Durchschnittspreis bei dynamischen Tarifen nicht funktioniert

Bei einem dynamischen Tarif ändert sich der Preis stündlich (bzw. viertelstündlich). Wenn deine Wärmepumpe nachts in der günstigen Stunde läuft und tagsüber fast nichts verbraucht wird, zahlst du weniger als der Tagesdurchschnitt vermuten lässt – lädst du dagegen abends zur Spitze, mehr. Korrekt ist die Summe über alle Intervalle: Für jede Stunde den in dieser Stunde verbrauchten kWh-Wert mit dem in dieser Stunde gültigen Preis multiplizieren und erst danach alles addieren. Nur wenn dein Verbrauch über den Tag völlig gleichmäßig wäre, kämen beide Wege auf dasselbe Ergebnis – und das ist in einem Haushalt nie der Fall.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
Welche Bausteine du in Loxone Config nimmst

Für den Tagesverbrauch nutzt du den Verbrauchszähler (Utility Meter) mit Rücksetzung im Tagesrhythmus – er liefert dir den kWh-Wert der laufenden Periode. Den Preis bringst du als analogen Wert an einen Formel-Baustein und multiplizierst. Für die stündliche Variante brauchst du zusätzlich einen Zähler, der jede Stunde resettet: Beim Reset nimmst du den kWh-Wert der abgelaufenen Stunde, multiplizierst ihn mit dem Preis dieser Stunde und addierst das Ergebnis auf einen Merker, der erst um Mitternacht auf null geht. Dieser Merker ist deine Tageskosten-Anzeige. Aktiviere an dem Wert die Statistik, dann siehst du den Verlauf in der App.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
Den aktuellen Preis in den Miniserver bekommen

Der Miniserver holt Werte über einen virtuellen HTTP-Eingang. Praktisch scheitert es oft daran, dass die Preis-APIs JSON-Listen mit vielen Stundenwerten liefern und die Befehlserkennung des Miniservers damit schlecht zurechtkommt. Zwei gangbare Wege: entweder du greifst nur den Wert der aktuellen Stunde ab, wenn deine Quelle einen einzelnen Endpunkt dafür anbietet, oder du lässt einen kleinen Dienst außerhalb (Raspberry Pi, Server, Home-Automation-Bridge) die Preise abholen und per virtuellem Eingang stündlich in den Miniserver schreiben. Der zweite Weg ist robuster, weil du dort die Zeitzone und den Bruttoaufschlag sauber rechnen kannst – ein häufiger Fehler ist, dass API-Zeitstempel in UTC ankommen und der Preis dann um ein bis zwei Stunden verschoben verrechnet wird.

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Ergebnis prüfen, bevor du dich darauf verlässt

Vergleiche deine berechneten Tageskosten am Monatsende mit der echten Abrechnung. Weicht dein Wert systematisch nach unten ab, fehlt dir meistens ein Kostenbestandteil (Grundpreis, Netzentgelt, Steuern). Weicht er zufällig ab, stimmt oft die Zeitzuordnung der Preise nicht. Und prüfe, was dein Zähler überhaupt misst: Bei PV im Haus ist der Bezug aus dem Netz nicht gleich der Gesamtverbrauch – eigenverbrauchter Solarstrom kostet dich keinen Arbeitspreis, darf also nicht mit dem Tarifpreis multipliziert werden. Rechne die Kosten immer auf dem Netzbezug, nicht auf dem Hausverbrauch.

Was du damit anfangen kannst

Sobald die Tageskosten sauber stehen, hast du die Grundlage für die eigentliche Optimierung: Du kannst Verbraucher gezielt in die günstigen Stunden schieben und den Effekt in Euro messen, statt ihn zu schätzen. Fang mit den großen Blöcken an – Wärmepumpe, Warmwasser, Wallbox, Poolpumpe. Kleinverbraucher zu verschieben bringt rechnerisch kaum etwas und macht die Logik nur kompliziert. Wichtig: Miss den Effekt über mehrere Wochen, nicht über zwei Tage. Einzelne Tage schwanken am Strommarkt so stark, dass du aus ihnen keine belastbare Aussage über deine Ersparnis ziehen kannst.

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