Loxone und der Stromspot-Markt: Geräte nach dem Börsenpreis steuern

Ja — der Loxone Miniserver kann die stündlichen Preise des Strom-Spotmarkts (EPEX Day-Ahead) auslesen und deine Verbraucher genau dann einschalten, wenn Strom günstig ist. Voraussetzung ist ein dynamischer Stromtarif; die Loxone übernimmt dann die zeitliche Verschiebung von Wärmepumpe, Wallbox, Warmwasser oder Pool.
Am Spotmarkt (Strombörse EPEX) wird der Strompreis für jede Stunde des Folgetags festgelegt und meist gegen Nachmittag für den nächsten Tag veröffentlicht. Mit einem dynamischen Tarif zahlst du diesen stündlich schwankenden Preis statt eines festen Arbeitspreises. Loxone liest diese Preiskurve ein und weiß dadurch stundengenau, wann Strom teuer und wann er billig ist.

1) Dynamischen Tarif abschließen, der die Stundenpreise als Datenreihe bereitstellt. 2) Die Preiskurve im Miniserver einlesen (per API-/HTTP-Abruf des Anbieters). 3) In der Loxone-Logik eine Regel bauen: schaltbare Verbraucher (Warmwasser, Wärmepumpe, Wallbox) laufen bevorzugt in den günstigsten Stunden bzw. pausieren in Preisspitzen. Loxone vergleicht dazu die kommenden Stundenpreise und wählt die passenden Zeitfenster automatisch aus.

Sinnvoll ist die Spotpreis-Steuerung nur bei Verbrauchern, deren Laufzeit du zeitlich verschieben kannst, ohne dass Komfort verloren geht: Warmwasserbereitung und Pufferspeicher (thermischer Speicher), E-Auto-Ladung über Nacht, Poolpumpe, teils die Wärmepumpe. Geräte, die genau dann laufen müssen, wenn du sie brauchst (Herd, Licht, Router), lassen sich nicht verschieben und bringen hier nichts.

Nötig sind: ein Loxone Miniserver, ein dynamischer/spotmarktbasierter Stromtarif und in der Regel ein digitaler bzw. intelligenter Zähler, damit dein tatsächlicher Stundenverbrauch mit den Stundenpreisen abgerechnet wird. Die Ersparnis hängt davon ab, wie viel deiner Last du tatsächlich verschieben kannst und wie stark die Preise schwanken — pauschale Prozentversprechen sind unseriös. Bei negativen Börsenpreisen kann Verbrauch sogar besonders lohnend sein.

Hast du zusätzlich eine PV-Anlage oder einen Batteriespeicher, kann Loxone zwei Signale kombinieren: eigener Solarüberschuss und günstige Börsenstunden. Der Miniserver priorisiert dann PV-Eigenstrom und nutzt teuren Netzbezug nur, wenn nötig — bzw. lädt den Speicher in besonders günstigen Stunden nach. Diese Logik ist projektspezifisch und sollte anhand deiner echten Lastgang-Daten ausgelegt werden.