Welche Batterieart wird weltweit am meisten verbaut?

Die kurze Antwort hat zwei Teile: Zählst du nach Stückzahl über alle Anwendungen, liegt die Blei-Säure-Batterie vorn. Zählst du neue Energiespeicher und E-Auto-Akkus, dominiert die Lithium-Ionen-Batterie – und dort speziell die LFP-Zelle (Lithium-Eisenphosphat).
Es gibt keine einzelne „Sieger-Batterie", weil die Antwort davon abhängt, was du misst. Nach reiner Stückzahl aller je gebauten Akkus führt die Blei-Säure-Batterie – jeder Verbrenner hat eine als Starterbatterie, dazu USV-Anlagen und Notstrom. Bei allem, was heute neu gebaut wird – E-Autos, Handys, Heimspeicher und große Netzspeicher – ist die Lithium-Ionen-Batterie die mit Abstand meistverbaute Bauart.

Lithium-Ionen-Zellen speichern deutlich mehr Energie pro Kilogramm als Blei und halten viele tausend Ladezyklen. Deshalb sitzen sie in fast jedem neuen Gerät mit Akku. Wenn heute von „der meistverbauten Batterie" die Rede ist, ist praktisch immer Lithium-Ionen gemeint – die Blei-Batterie hält sich nur dort, wo Gewicht egal und der Preis entscheidend ist.

Innerhalb der Lithium-Familie gibt es Unterarten. Für stationäre Stromspeicher (BESS) und immer mehr E-Autos wird der weitaus größte Teil heute als LFP (Lithium-Eisenphosphat) gebaut: sehr sicher, lange Lebensdauer, günstig, ohne Kobalt und Nickel. Wenn du also einen Heim- oder Gewerbespeicher planst, bekommst du in aller Regel eine LFP-Batterie – auch die Speicher, die wir bei Stromfee-Projekten einsetzen (z. B. REPT Battero), sind LFP-Zellen.

Für einen Stromspeicher zu Hause oder im Betrieb musst du dich nicht zwischen Chemien entscheiden – der Markt hat das schon getan: LFP ist der Standard. Wichtiger als die Zellart sind für deinen Ertrag die Auslegung (kW/kWh), die Steuerung und ob der Speicher für Eigenverbrauch oder Netzdienste gefahren wird. Genau hier entscheidet sich, ob sich der Akku rechnet.

Blei ist nicht tot: als Auto-Starterbatterie, in Notstrom- und USV-Systemen und überall dort, wo eine robuste, sehr günstige Batterie bei niedrigem Zyklenbedarf reicht, bleibt sie erste Wahl. Für tägliches Laden und Entladen eines Stromspeichers ist sie aber unterlegen – dafür wird sie kaum noch neu verbaut.