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MQTT + Siemens: Was kostet dich das wirklich?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
MQTT + Siemens: Was kostet dich das wirklich?
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Das MQTT-Protokoll selbst ist ein offener, lizenzfreier Standard und kostet dich keinen Cent. Die Kosten entstehen auf der Siemens-Seite: Engineering-Software, Steuerungs-Hardware und der Aufwand, die Anbindung einzurichten.

Kurz-Antwort: MQTT ist gratis, Siemens nicht

MQTT ist ein offener IoT-Standard (OASIS) und royalty-frei – du zahlst nichts für das Protokoll. Auch die passende Siemens-MQTT-Bibliothek (LMQTT_Client) bekommst du kostenlos über den Siemens Industry Online Support. Geld kostet dich das Drumherum: die TIA-Portal-Lizenz zum Programmieren, die SPS-Hardware und die Ingenieurstunden fürs Einrichten.

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Kann deine Siemens-Steuerung überhaupt MQTT?

Ja, wenn du eine moderne Steuerung hast: Die S7-1500 und die S7-1200 (ab passender Firmware) können MQTT über die frei verfügbare LMQTT_Client-Library sprechen. Ältere S7-300/400 haben das nicht nativ – dafür brauchst du ein zusätzliches IoT-Gateway. Prüfe also zuerst dein Steuerungs-Modell, bevor du über Kosten nachdenkst.

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Die vier Kostenblöcke im Überblick

1) Software: TIA Portal ist kostenpflichtig (STEP 7 Basic für S7-1200, Professional für S7-1500). 2) Hardware: nur nötig, wenn deine SPS zu alt ist oder du ein Gateway (z. B. SIMATIC IoT2050) einsetzt. 3) Broker: kostenlos möglich. 4) Engineering: der oft größte Posten – Konfiguration, Tests, TLS-Verschlüsselung. Die MQTT-Bibliothek selbst ist gratis.

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Kostet der MQTT-Broker etwas?

Nein, muss er nicht. Einen eigenen Broker wie Eclipse Mosquitto betreibst du kostenlos auf einem kleinen Server oder Raspberry Pi. Kosten entstehen erst, wenn du einen verwalteten Cloud-Broker (z. B. HiveMQ Cloud) im Abo nutzt oder Siemens Insights Hub (früher MindSphere) einsetzt – das ist ein eigenes, kostenpflichtiges Cloud-Produkt und für reines MQTT nicht zwingend nötig.

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Direkt aus der SPS oder über ein Gateway?

Zwei Wege: Entweder du lässt die S7-1500/1200 selbst MQTT publizieren (kein Extra-Gerät, nur Engineering-Aufwand), oder du hängst ein Gateway davor, das die SPS-Daten (z. B. per S7-Kommunikation) abholt und als MQTT weitergibt. Das Gateway kostet Hardware, ist aber oft schneller eingerichtet und schont die SPS-Ressourcen – gerade bei älteren Steuerungen der einzige Weg.

So hältst du die Kosten niedrig

Nutze die kostenlose LMQTT_Client-Library statt Fremdlösungen, betreibe einen eigenen Mosquitto-Broker statt Cloud-Abo, und plane TLS-Verschlüsselung von Anfang an ein (Zertifikate sind über Let's Encrypt gratis) – Nachrüsten kostet mehr Zeit. Der reale Kostentreiber ist fast immer die Engineering-Zeit, nicht die Lizenzen.

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