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Negative Strompreise 2019 – was steckte dahinter?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Negative Strompreise 2019 – was steckte dahinter?
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Ja, 2019 gab es in Deutschland viele Stunden mit negativem Börsenstrompreis – Erzeuger mussten fürs Einspeisen zahlen statt zu verdienen. Hier bekommst du die Zahlen und die Gründe direkt, ohne Umwege.

Kurz gesagt: Ja, 2019 war der Strompreis oft negativ

Am Großhandelsmarkt (EPEX SPOT Day-Ahead) fiel der deutsche Strompreis 2019 in rund 211 Stunden unter null Euro. Negativer Preis heißt: Wer Strom einspeiste, bekam kein Geld, sondern musste in diesen Stunden draufzahlen. Wichtig für dich: Das betrifft den Börsen-Großhandel, nicht direkt deinen Haushalts-Endpreis – der blieb wegen Netzentgelten, Steuern und Abgaben trotzdem positiv.

Negative Strompreise 2019 – was steckte dahinter?
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Wie tief ging es – die Extremwerte 2019

Die tiefsten Werte traten typischerweise an sonnigen, windigen Feiertagen mit wenig Verbrauch auf. Rund um Pfingsten (8. Juni 2019) rutschte der Day-Ahead-Preis in die Nähe von -90 EUR/MWh. Zum Einordnen: In unserer eigenen ENTSO-E-Auswertung 2026 zählen wir bislang 390 Negativstunden mit einem Tiefstwert von -500 EUR/MWh – die Ausschläge sind über die Jahre also deutlich größer geworden.

Negative Strompreise 2019 – was steckte dahinter?
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Warum der Preis überhaupt ins Minus fällt

Negative Preise entstehen, wenn viel Strom da ist, aber wenig gebraucht wird. Konkret: starke Sonne und/oder Wind bei gleichzeitig niedriger Nachfrage (Feiertag, Wochenende, Nacht). Konventionelle Kraftwerke lassen sich nicht beliebig schnell drosseln, und manche Anlagen speisen wegen Förderung oder technischer Zwänge weiter ein. Das Überangebot drückt den Preis unter null.

Negative Strompreise 2019 – was steckte dahinter?
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Was das 2019 für PV- und Anlagenbetreiber bedeutete

Für geförderte Anlagen galt die sogenannte Sechs-Stunden-Regel (§ 51 EEG 2017): Fiel der Preis für mindestens sechs zusammenhängende Stunden ins Negative, gab es für diese Stunden keine Marktprämie. Betroffen waren vor allem größere Anlagen ab Inbetriebnahme 2016. Kleinere Anlagen und Bestandsanlagen mit anderer Vergütung waren 2019 meist ausgenommen.

Negative Strompreise 2019 – was steckte dahinter?
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Hat dich das als Haushaltskunde betroffen?

Direkt kaum. Dein Endpreis setzt sich zu über der Hälfte aus Netzentgelten, Steuern, Umlagen und Vertriebskosten zusammen – die fallen nie weg. Nur mit einem dynamischen, börsengekoppelten Tarif hättest du 2019 in den negativen Stunden real profitiert. Ohne solchen Tarif hast du von den Minuspreisen nichts gemerkt.

Und heute? Die Entwicklung seit 2019

Die Zahl der Negativstunden ist seit 2019 klar gestiegen – mit dem Ausbau von Solar und Wind treten sie häufiger und tiefer auf. Deshalb wird die Steuerung von Erzeugung und Speichern wichtiger: Wer in solchen Stunden abregelt, verlagert oder Strom einspeichert, vermeidet Verluste. Genau hier setzen wir bei Stromfee mit Live-Daten und Anlagensteuerung an.

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