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Pauschalverfahren bei der PV-Abschaltung – was heißt das für dich?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Pauschalverfahren bei der PV-Abschaltung – was heißt das für dich?
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Wenn dein Netzbetreiber deine PV-Anlage abregelt, muss er dir die entgangene Einspeisung (Ausfallarbeit) ersetzen. Das Pauschalverfahren ist eine der beiden Methoden, mit der diese Ausfallarbeit berechnet wird – die Alternative ist die Spitzabrechnung.

Was ist das Pauschalverfahren?

Das Pauschalverfahren ist eine Abrechnungsmethode für die Ausfallarbeit im Redispatch 2.0. Wird deine Anlage abgeregelt, wird die entgangene Strommenge nicht aus deinen tatsächlich gemessenen Werten ermittelt, sondern über standardisierte, pauschale Referenzwerte geschätzt. Der Vorteil: weniger Mess- und Datenaufwand. Der Nachteil: Die Schätzung kann von dem abweichen, was deine Anlage real erzeugt hätte.

Pauschalverfahren bei der PV-Abschaltung – was heißt das für dich?
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Pauschalverfahren oder Spitzabrechnung – der Unterschied

Beide Verfahren bestimmen dieselbe Sache: wie viel Strom dir durch die Abschaltung entgangen ist. Beim Pauschalverfahren wird über typisierte Referenzwerte gerechnet. Bei der Spitzabrechnung fließen deine echten Ist-Werte (z. B. Einspeisemessung, Erzeugung vergleichbarer Zeiträume) ein. Die Spitzabrechnung ist genauer, braucht aber mehr Datengrundlage und Messtechnik.

Pauschalverfahren bei der PV-Abschaltung – was heißt das für dich?
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Wann gilt welches Verfahren für deine Anlage?

Redispatch 2.0 betrifft Erzeugungsanlagen ab 100 kW (kleinere Anlagen fallen in der Regel nicht darunter). Bei den erfassten Anlagen wird für kleinere Leistungen typischerweise pauschal abgerechnet, während für größere Anlagen die Spitzabrechnung vorgesehen ist. Die genaue Zuordnung nach Anlagengröße und Zeitpunkt regeln die Festlegungen der Bundesnetzagentur – dein Netzbetreiber bzw. dein Einsatzverantwortlicher (EIV) sagt dir, welches Verfahren für dich läuft.

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Vorteile und Nachteile des Pauschalverfahrens

Vorteil ist der geringe Aufwand: keine aufwändige Ist-Werte-Ermittlung, einfachere Prozesse. Nachteil ist die geringere Genauigkeit. Wenn deine Anlage im Abregelungszeitraum überdurchschnittlich viel produziert hätte (z. B. an einem sonnigen Tag), kann die Pauschale unter deinem echten Verlust liegen – dann wärst du mit der Spitzabrechnung besser gefahren.

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Was du als Betreiber tun solltest

Kläre mit deinem Netzbetreiber und deinem Direktvermarkter/EIV, welches Verfahren für deine Anlage angewendet wird. Prüfe bei häufigen oder langen Abregelungen, ob sich die Spitzabrechnung lohnt – bei größeren PV-Anlagen mit guter Messdatenlage kann sie zu einer höheren Entschädigung führen. Halte deine Einspeise- und Erzeugungsdaten sauber vor, damit du Abrechnungen überhaupt überprüfen kannst.

Wer rechnet ab – und woher kommt das Geld?

Die Abrechnung wickeln in der Regel Netzbetreiber und dein Einsatzverantwortlicher untereinander ab, nicht du selbst. Der Ausgleich hat zwei Seiten: den bilanziellen Ausgleich (die Strommenge wird bilanziell wieder glattgestellt) und den finanziellen Ausgleich (du bekommst die entgangenen Erlöse ersetzt). Welche Höhe herauskommt, hängt maßgeblich davon ab, ob pauschal oder spitz gerechnet wird.

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