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Shelly Pro + ENTSO-E: Lasten nach Börsenstrompreis schalten

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Shelly Pro + ENTSO-E: Lasten nach Börsenstrompreis schalten
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Kurz gesagt: Ja, ein Shelly Pro kann Verbraucher automatisch schalten, wenn der Strom an der Börse gerade günstig (oder negativ) ist. Der Trick ist das eingebaute Skript-System der Pro-Reihe, das sich die ENTSO-E-Day-Ahead-Preise holt und beim Erreichen deiner Preisschwelle das Relais schaltet.

Direkt beantwortet: Geht das mit dem Shelly Pro?

Ja. Die Shelly-Pro-Geräte (Gen2/Gen3) haben eine JavaScript-Skript-Engine an Bord, die per HTTP Daten aus dem Netz abrufen kann. Damit fragst du die Day-Ahead-Börsenpreise (für Deutschland Gebotszone DE-LU) ab und lässt das Relais je nach Preis ein- oder ausschalten – z. B. Warmwasser, Wallbox-Freigabe oder Pumpe nur in den günstigen Stunden. Wichtig: Der Shelly braucht dafür eine dauerhafte Internet-/LAN-Verbindung.

Shelly Pro + ENTSO-E: Lasten nach Börsenstrompreis schalten
Energie — Stromfee (KI-Bild)
In 4 Schritten eingerichtet

1) Auf der ENTSO-E Transparency Platform kostenlos registrieren und einen persönlichen Web-API-Token freischalten lassen. 2) Eine kleine Vermittlungsstelle (z. B. Home Assistant, ein Raspberry Pi oder ein Mini-Server) holt die Preise und stellt sie als kompaktes JSON bereit. 3) Im Shelly unter „Scripts“ ein Skript anlegen, das dieses JSON per HTTP.GET abruft. 4) Regel definieren: Preis unter Schwelle X → Relais AN, sonst AUS. Fertig.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
ENTSO-E-Token: kostenlos, aber Freischaltung nötig

Die Preisdaten der ENTSO-E Transparency Platform sind frei nutzbar. Für den API-Zugang brauchst du aber ein Konto und musst den Web-API-Zugang (Security-Token) separat anfordern – das läuft üblicherweise per Support-Anfrage und dauert etwas. Ohne Token kommst du nur an die Web-Oberfläche, nicht an die automatisierte Abfrage. Die Antwort liefert die Preise pro Gebotszone in EUR/MWh.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
Warum du die ENTSO-E-XML nicht direkt auf dem Shelly parst

Die ENTSO-E-API antwortet mit umfangreichem XML. Der Shelly hat wenig Arbeitsspeicher – dieses XML direkt auf dem Gerät zu zerlegen ist unzuverlässig. Besser: Ein Zwischendienst holt das XML, filtert die Preise deiner Zone und deines Tages heraus und gibt dem Shelly nur eine schlanke JSON-Liste zurück. Das Skript auf dem Shelly bleibt dadurch klein und stabil.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
Oft einfacher: aWATTar, Tibber oder Home Assistant

Wenn dir der Token-Prozess zu umständlich ist: Anbieter wie aWATTar oder Tibber liefern dieselben Börsenpreise (Basis EPEX/Day-Ahead) direkt als JSON – das lässt sich leichter im Shelly-Skript verarbeiten. Alternativ übernimmt Home Assistant die ENTSO-E-Abfrage über eine fertige Integration und steuert den Shelly dann per Automation. Welcher Weg besser passt, hängt davon ab, ob du eine eigene Cloud-Anmeldung meiden willst.

Welcher Shelly Pro? Schalten vs. nur messen

Zum Schalten brauchst du ein Pro-Modell mit Relais, etwa Shelly Pro 1, Pro 2 oder Pro 4PM. Der Shelly Pro 3EM dagegen ist ein reiner Drehstrom-Energiezähler – er misst Verbrauch und Einspeisung, kann aber selbst keine Last schalten. Für preisgesteuertes Schalten kombinierst du also idealerweise einen Pro-Zähler (Messung) mit einem schaltenden Pro-Relais.

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