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Kann die Siemens LOGO! MQTT sprechen — und wie bindest du sie an?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Kann die Siemens LOGO! MQTT sprechen — und wie bindest du sie an?
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Kurz gesagt: Nein, die Siemens LOGO! (auch die aktuelle LOGO! 8) hat keine eingebaute MQTT-Funktion. Du bekommst ihre Daten trotzdem in dein MQTT-Netz — über ein kleines Gateway, das die LOGO! per Modbus TCP oder S7 ausliest und die Werte an einen MQTT-Broker weiterreicht.

Native MQTT-Unterstützung? Nein

Die LOGO! 8 bringt einen Ethernet-Port und einen Webserver mit, aber keinen MQTT-Client und keinen MQTT-Broker. Es gibt kein Firmware-Feature und keinen Baustein in LOGO! Soft Comfort, der Topics direkt publiziert. Wer 'siemens logo mqtt' sucht, braucht deshalb immer einen Zwischenschritt — die LOGO! selbst wird nie direkt mit einem Broker reden.

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Welche Schnittstellen die LOGO! wirklich hat

Über den Ethernet-Port stellt die LOGO! 8 zwei nutzbare Protokolle bereit: Modbus TCP (Port 502, LOGO! als Server/Slave) und die S7-Kommunikation (ISO-on-TCP, Port 102). Über beide kannst du Eingänge, Ausgänge, Merker und die VM-Variablen auslesen. Genau an dieser Stelle setzt die MQTT-Anbindung an — ein Gateway liest hier und übersetzt nach MQTT.

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Der bewährte Weg: Gateway dazwischen

Setze ein kleines Gerät zwischen LOGO! und Broker — typisch ein Raspberry Pi mit Node-RED. Node-RED liest per Modbus-TCP- oder S7-Node zyklisch die LOGO!-Variablen und publiziert sie mit dem MQTT-Node an deinen Broker. Alternativ leisten das auch fertige IoT-Gateways oder ein Modbus-zu-MQTT-Dienst. Das Prinzip bleibt gleich: SPS per Feldprotokoll auslesen, als MQTT-Topic ausgeben.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
Schritt für Schritt

1) In LOGO! Soft Comfort Modbus TCP (oder S7-Verbindung) aktivieren und die zu übertragenden Variablen den Modbus-/VM-Adressen zuordnen. 2) Feste IP für die LOGO! vergeben. 3) Auf dem Gateway Node-RED installieren, Modbus-Read-Node auf die LOGO!-IP und die Register konfigurieren. 4) Die gelesenen Werte per Function-Node in JSON verpacken. 5) MQTT-Out-Node auf deinen Broker (Host, Port, Topic) zeigen lassen. 6) Testen und Zyklus einstellen.

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Broker und Topic-Struktur

Als Broker eignet sich ein Mosquitto — lokal auf demselben Pi oder zentral im Netz. Vergib eine klare Topic-Hierarchie, z. B. 'anlage/logo/temperatur' oder 'standort/logo/status/json', und publiziere zusammengehörende Werte als ein JSON-Objekt statt vieler Einzel-Topics. Sichere den Broker mit Benutzer/Passwort und, wenn er erreichbar sein soll, mit TLS ab — nicht offen ins Netz stellen.

Wann sich der Umweg lohnt

Sobald du LOGO!-Daten in eine Datenbank, ein Dashboard oder eine übergeordnete Steuerung bringen willst, ist MQTT via Gateway der saubere Weg — entkoppelt, leicht erweiterbar und mit vielen Systemen kompatibel. Willst du nur zwei Geräte direkt koppeln, reicht oft schon reines Modbus TCP ohne MQTT. MQTT lohnt sich dort, wo mehrere Verbraucher dieselben Werte lose gekoppelt abonnieren sollen.

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