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Siemens MQTT Client: So verbindest du deine SIMATIC-SPS

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Siemens MQTT Client: So verbindest du deine SIMATIC-SPS
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Ja, Siemens-Steuerungen können MQTT sprechen – entweder direkt per Bibliothek in der SPS oder über ein fertiges Gateway. Hier erfährst du, welcher Weg zu dir passt und wie du ihn einrichtest.

Hat Siemens einen MQTT-Client? Kurz: ja

Es gibt zwei Wege. Erstens die kostenlose Siemens-Bibliothek „LMQTT" aus dem Industry Online Support (SIOS): Damit wird eine S7-1200 oder S7-1500 selbst zum MQTT-Client und veröffentlicht ihre Daten direkt an einen Broker. Zweitens das Hardware-Gateway SIMATIC Cloud Connect 7 (CC712/CC716), das per S7-Kommunikation an die SPS andockt und die Werte als MQTT weitergibt – ohne dass du das SPS-Programm anfassen musst. Ältere S7-300/400 haben keinen nativen MQTT-Client und brauchen den Gateway-Weg.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
S7-1500 direkt zum MQTT-Client machen

So gehst du mit der LMQTT-Bibliothek vor: 1) Baustein aus dem SIOS in dein TIA-Portal-Projekt importieren. 2) Verbindung konfigurieren – Broker-IP, Port (1883 unverschlüsselt, 8883 mit TLS), Client-ID und optional Benutzer/Passwort. 3) Ein Topic festlegen, unter dem die SPS publiziert (z. B. anlage/leistung). 4) Nutzdaten als JSON-String im Baustein aufbereiten und zyklisch senden. Für Empfang abonnierst du im selben Baustein die gewünschten Topics. Die SPS hält die TCP-Verbindung offen und meldet sich beim Broker an.

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Der einfache Weg: SIMATIC Cloud Connect 7

Willst du das SPS-Programm nicht ändern, ist das Gateway CC712/CC716 die pragmatische Lösung. Es liest per S7-Protokoll Variablen aus der Steuerung, mappt sie auf MQTT-Topics und schickt sie an deinen Broker oder eine Cloud. Konfiguriert wird alles über eine Weboberfläche des Geräts – kein TIA-Portal nötig. Das lohnt sich besonders im Bestand, wenn die SPS produktiv läuft und nicht neu geladen werden soll.

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MQTT-Grundlagen, die du kennen musst

MQTT arbeitet nach dem Publish/Subscribe-Prinzip: Kein Gerät redet direkt mit dem anderen, sondern alles läuft über einen Broker (z. B. Mosquitto). Sender veröffentlichen unter einem Topic, Empfänger abonnieren es. Standard-Port ist 1883, mit TLS-Verschlüsselung 8883. Über den QoS-Level (0, 1 oder 2) steuerst du, wie zuverlässig eine Nachricht ankommt. Für Anlagendaten reicht meist QoS 1.

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Sicherheit nicht vergessen

Ein MQTT-Client ohne Absicherung ist ein offenes Scheunentor. Nutze TLS auf Port 8883 statt Klartext auf 1883, vergib pro Client eigene Benutzername/Passwort-Zugänge und beschränke am Broker über Zugriffslisten, welcher Client welche Topics schreiben darf. Der Broker sollte nicht ungeschützt aus dem Internet erreichbar sein – setze ihn hinter Firewall oder VPN.

Wohin mit den Daten? Broker und Auswertung

Sobald deine SIMATIC-Werte per MQTT fließen, brauchst du ein Ziel. Üblich ist ein Broker im lokalen Netz, der die Daten an eine Zeitreihen-Datenbank (z. B. InfluxDB oder ClickHouse) weiterreicht. Von dort lassen sich Leistung, Verbrauch oder Anlagen-Status in Dashboards visualisieren. Genau diese Kette – SPS als MQTT-Client, Broker, Datenbank, Auswertung – ist die Basis, um Erzeugung, Speicher und Netzbezug einer Anlage sichtbar und steuerbar zu machen.

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