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Solardach — was ist das eigentlich?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Solardach — was ist das eigentlich?
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Ein Solardach ist ein Hausdach, auf oder in dem Solarmodule Sonnenlicht in Strom umwandeln. Wir erklären dir zuerst, was genau dazugehört und wie es funktioniert — den Rest kannst du danach lesen.

Die kurze Antwort: Solardach = Dach + Photovoltaik

Ein Solardach ist dein normales Dach, auf dem Solarmodule montiert sind (oder bei manchen Bauweisen die Dacheindeckung selbst ersetzen). Die Module erzeugen aus Sonnenlicht Gleichstrom. Der Begriff „Solardach" ist kein technischer Fachbegriff, sondern Alltagssprache — gemeint ist in aller Regel eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Achtung: Manche meinen mit „Solar" auch Solarthermie, die aber Wärme fürs Wasser macht, keinen Strom. Wenn du Strom willst, geht es um Photovoltaik.

Solardach — was ist das eigentlich?
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Woraus ein Solardach besteht — die vier Teile

Erstens die Solarmodule: Sie fangen das Licht ein und liefern Gleichstrom. Zweitens die Unterkonstruktion: Schienen und Dachhaken, die die Module am Dachstuhl halten. Drittens der Wechselrichter: Er macht aus Gleichstrom den Wechselstrom, den deine Steckdosen brauchen. Viertens der Zähler beziehungsweise Zählerschrank: Er misst, was du selbst verbrauchst und was ins Netz geht. Optional kommt ein Batteriespeicher dazu, der Strom vom Tag in den Abend schiebt. Mehr Teile hat ein Solardach im Kern nicht.

Solardach — was ist das eigentlich?
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So läuft der Strom bei dir durchs Haus

Scheint die Sonne, produzieren die Module. Der Strom geht zuerst dorthin, wo du ihn gerade brauchst — Kühlschrank, Waschmaschine, Wärmepumpe. Was übrig bleibt, lädt einen Speicher, falls du einen hast. Erst der Rest fließt ins öffentliche Netz und wird dir vergütet. Reicht die Sonne nicht, holst du dir Strom wie bisher aus dem Netz. Du merkst im Alltag nichts davon: Das regelt die Anlage selbst, nichts musst du umschalten.

Solardach — was ist das eigentlich?
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Aufdach oder Indach — der einzige Unterschied, der zählt

Aufdach heißt: Die Module werden auf die vorhandenen Ziegel geschraubt, das Dach bleibt wie es ist. Das ist der Normalfall und die einfachere Variante. Indach heißt: Die Module ersetzen die Eindeckung und sind selbst die Dachhaut — optisch flacher, dafür aufwendiger und meist nur sinnvoll, wenn das Dach sowieso neu gedeckt wird. Solarziegel sind eine Sonderform davon. Wenn dein Dach in Ordnung ist, ist Aufdach für dich die naheliegende Wahl.

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Ist dein Dach überhaupt geeignet? Drei ehrliche Checks

Erstens Ausrichtung: Süd bringt am meisten, Ost und West funktionieren gut, reines Nord lohnt selten. Zweitens Schatten: Bäume, Schornstein oder Nachbargebäude, die morgens oder nachmittags aufs Dach fallen, kosten spürbar Ertrag — schau dir dein Dach an verschiedenen Tageszeiten an. Drittens Zustand: Ist das Dach in den nächsten Jahren fällig, decke zuerst neu, denn Module wieder abzubauen ist teuer. Zur Statik und zum Dachstuhl sagt dir ein Fachbetrieb vor Ort verbindlich, ob es trägt — das lässt sich aus der Ferne nicht seriös beurteilen.

Was du als Nächstes tun kannst

Schreib dir deinen Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden von der letzten Abrechnung auf — das ist die wichtigste Zahl für jede Planung. Notiere Dachausrichtung, ungefähre freie Dachfläche und alles, was Schatten wirft. Mit diesen drei Angaben kann dir jeder seriöse Anbieter sagen, was auf dein Dach passt und was es bringt. Wer dir ohne diese Angaben eine Ertragszahl nennt, rät.

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