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Stromleser an Loxone anbinden – welcher Weg funktioniert?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Stromleser an Loxone anbinden – welcher Weg funktioniert?
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Ein Stromleser (optischer Lesekopf am Zähler oder ein eigener Messzähler) kommt auf drei Wegen in den Loxone Miniserver: per MQTT, per Modbus oder als virtueller HTTP-Eingang. Welcher Weg für dich passt, hängt allein davon ab, was dein Zähler von sich aus ausgibt.

Die kurze Antwort: drei Anbindungswege

1) MQTT – der Lesekopf (z. B. mit Tasmota-Firmware) schickt die Werte an einen Broker, der Miniserver abonniert sie. Das ist der übliche Weg bei modernen Messeinrichtungen. 2) Modbus – du setzt einen eigenen Messzähler mit RS485 vor, der Miniserver liest die Register direkt. Sauberster Weg, wenn du Wirkleistung, Strom und Spannung getrennt brauchst. 3) HTTP – dein Lesekopf oder ein kleiner Rechner stellt die Werte als Webseite oder JSON bereit, der Miniserver holt sie über einen virtuellen HTTP-Eingang ab. Alle drei laufen bei uns produktiv; MQTT und HTTP sind am schnellsten aufgebaut.

Stromleser an Loxone anbinden – welcher Weg funktioniert?
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Schritt für Schritt: optischer Lesekopf am modernen Zähler

Setz den Lesekopf magnetisch auf die Infrarot-Schnittstelle des Zählers. Ohne freigeschaltete PIN gibt dir der Zähler in der Regel nur den Zählerstand – die momentane Leistung bekommst du erst mit dem Info-PIN, den du beim Messstellenbetreiber anforderst und am Zähler eingibst. Danach flashst du den Lesekopf mit einer Firmware, die MQTT sprechen kann, trägst Broker-Adresse und ein eigenes Topic ein, und legst in Loxone Config einen MQTT-Eingang auf genau dieses Topic. Prüfe zuerst mit einem MQTT-Client, ob überhaupt Werte auf dem Topic ankommen – erst dann in Loxone weiterbauen.

Stromleser an Loxone anbinden – welcher Weg funktioniert?
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Wenn du sauber messen willst: Modbus statt Lesekopf

Der Lesekopf liefert nur, was der Zähler ausgibt – meist Summenwerte. Willst du einzelne Abgänge, Trafo-Summen oder eine PV-Einspeisung getrennt sehen, setz einen Modbus-Zähler mit Stromwandlern ein (bei uns im Einsatz: Eastron SDM630MCT für Wirkleistungs-Summenmessung an großen Trafos). Der hängt per RS485 an der Loxone Modbus-Extension. Wichtig: Wandlerverhältnis im Zähler und in Loxone müssen übereinstimmen, sonst stimmt jede spätere Zahl um genau diesen Faktor nicht.

Stromleser an Loxone anbinden – welcher Weg funktioniert?
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Der Fehler, der am meisten Zeit kostet: halb verdrahtet

Wir hatten den Fall, dass ein Sollwert per HTTP an die Loxone ging, sauber mit HTTP 200 bestätigt wurde – und trotzdem passierte nichts. Grund: Im Loxone-Programm existierte die Variable, aber kein Ausgangsbaustein dahinter. Der Wert landete in einer Sackgasse. Das gilt genauso beim Lesen: Ein Eingang, der in Loxone Config angelegt ist, aber auf keinen Zähler- oder Statistikbaustein geht, zeigt dir im Webinterface fromm eine Null. Kontrolliere im laufenden Betrieb immer am Baustein selbst, nicht am Rückgabecode der Schnittstelle.

Stromleser an Loxone anbinden – welcher Weg funktioniert?
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Was du in Loxone Config konkret anlegst

Für HTTP: virtueller Eingang mit der URL deines Lesekopfs, darin ein virtueller Eingang Befehl mit Befehlserkennung auf den Text vor dem Zahlenwert (z. B. \"Power\":), Einheit auf W setzen. Für MQTT bzw. Modbus: Eingang aus der jeweiligen Extension ziehen. Danach in jedem Fall auf einen Zählerbaustein für kWh und die Statistik aktivieren – sonst hast du einen Momentanwert, aber keine Historie, und kannst später weder Lastspitzen noch Verbräuche nachweisen.

Grenzen: wo der Miniserver aufhört

Loxone ist stark in der Steuerung, aber die interne Statistik ist kein Langzeitarchiv für Energiedaten. Wenn du Viertelstundenwerte über Jahre auswerten, mit Marktpreisen verrechnen oder gegen deine Abrechnung halten willst, schick die Werte zusätzlich per MQTT-Output des Miniservers an eine Zeitreihendatenbank. Genau so laufen bei uns die Kundenanlagen: Loxone macht die Steuerung vor Ort, die Auswertung passiert daneben. Beides gleichzeitig geht – du musst den MQTT-Output am Miniserver nur einmal konfigurieren.

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