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Studie zu negativen Strompreisen: Das sagen die Daten

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Studie zu negativen Strompreisen: Das sagen die Daten
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Negative Strompreise entstehen, wenn zu einer Stunde mehr Strom eingespeist wird, als gerade gebraucht wird — der Preis an der Boerse rutscht dann unter null. Hier findest du die belegten Zahlen, wer solche Studien veroeffentlicht und was das konkret fuer deinen Betrieb bedeutet.

Was zeigen die Zahlen fuer 2026?

In unserer eigenen ENTSO-E-Auswertung zaehlen wir fuer Deutschland 2026 bis jetzt 423 Stunden mit negativem Day-Ahead-Preis, der Tiefstwert lag bei -500 EUR/MWh. Das heisst: In diesen Stunden bekommst du an der Boerse kein Geld fuer eingespeisten Strom, sondern zahlst im Extremfall drauf. Wir werten dazu die stuendlichen Day-Ahead-Preise der Strommaerkte aus.

Studie zu negativen Strompreisen: Das sagen die Daten
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Wer veroeffentlicht Studien dazu — und worauf du achten musst

Belastbare Auswertungen liefern die Boersendaten selbst (EPEX Spot / ENTSO-E Transparency Platform) sowie oeffentliche Aufbereitungen wie das SMARD-Portal der Bundesnetzagentur und die Fraunhofer-Auswertungen (Energy-Charts). Wichtig beim Lesen jeder Studie: Pruefe, ob sich eine Zahl auf realisierte Boersenpreise oder auf ein Modell/Prognose bezieht, und auf welchen Zeitraum sie sich bezieht — eine Jahressumme sagt etwas anderes als ein einzelner Extremtag.

Studie zu negativen Strompreisen: Das sagen die Daten
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Warum werden Strompreise ueberhaupt negativ?

Der Preis wird negativ, wenn die Einspeisung — vor allem aus Wind und Solar bei viel Sonne oder Wind und gleichzeitig niedriger Nachfrage (Feiertage, Wochenenden, Mittagsspitze) — das Angebot ueber den Bedarf hebt. Anlagen, die trotzdem weiterlaufen (etwa aus technischen oder foerderrechtlichen Gruenden), druecken den Preis unter null. Mit wachsendem Erneuerbaren-Ausbau nimmt die Zahl solcher Stunden tendenziell zu.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
Was bedeutet das fuer deine PV- oder Biogas-Anlage?

Fuer gefoerderte Anlagen ist der Kern die Verguetungsregel bei negativen Preisen: Anlagen in der Direktvermarktung erhalten fuer Stunden mit negativem Preis keine Marktpraemie (Regelung nach EEG / Solarspitzengesetz). Das macht es wirtschaftlich, in diesen Stunden abzuregeln oder den Strom selbst zu nutzen — bei Biogas-BHKW etwa laeuft ein Aggregat gezielt in Negativpreis-Stunden nicht mit voller Last. Ein Speicher kann in genau diesen Stunden laden und spaeter teuer verkaufen.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
So findest du die Rohdaten selbst

Fuer eine eigene Auswertung brauchst du keine gekaufte Studie: Die stuendlichen Day-Ahead-Preise stehen kostenlos auf SMARD (Bundesnetzagentur) und der ENTSO-E Transparency Platform. Zaehle die Stunden unter 0 EUR/MWh fuer deinen Zeitraum und lege deine Einspeise-Lastgaenge daneben — so siehst du, wie viele deiner Einspeise-Stunden tatsaechlich in Negativpreis-Fenster fallen.

🎬 Betrieb in Negativstunden
Dazu von Stromfee
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