Wärmepumpe am PC aufzeichnen – so schreibst du die Daten mit

Um deine Wärmepumpe am PC aufzuzeichnen, brauchst du drei Dinge: eine Datenquelle an der Pumpe (Hersteller-Portal, Modbus oder S0-Zähler), eine Software zum Mitschreiben und eine Verbindung dazwischen (LAN, WLAN oder USB). Im Folgenden bekommst du die konkreten Wege – vom einfachen Hersteller-Export bis zur eigenen Dauer-Aufzeichnung.
1) Hersteller-Portal/App: Viele Wärmepumpen (z. B. von Viessmann, Bosch, Vaillant, Stiebel Eltron, NIBE, Daikin) melden ihre Werte in eine Cloud, aus der du CSV/Excel-Dateien herunterladen und am PC öffnen kannst. 2) Lokale Schnittstelle: Über Modbus TCP (LAN) oder Modbus RTU (Kabel/USB-Adapter) liest du Werte direkt aus der Regelung aus – unabhängig vom Internet. 3) Stromseite separat: Einen S0- oder Modbus-Stromzähler vor die Wärmepumpe setzen, dann zeichnest du den Verbrauch getrennt auf, auch wenn die Pumpe selbst keine Schnittstelle bietet.

Erstens: im Handbuch deiner Wärmepumpe nachsehen, welche Schnittstelle vorhanden ist (Modbus, KNX, oder nur Hersteller-Cloud). Zweitens: Verbindung herstellen – LAN-Kabel zur Regelung oder ein Modbus-Adapter an den PC. Drittens: eine Software wählen, die dauerhaft mitloggt (siehe unten). Viertens: die gewünschten Messgrößen auswählen (Außentemperatur, Vorlauf-/Rücklauftemperatur, Stromaufnahme, Verdichter-Laufzeit). Fünftens: ein Aufzeichnungsintervall festlegen – für Wärmepumpen reichen meist 1 bis 5 Minuten, um Takten und Effizienz sichtbar zu machen.

Für ein reines Nachrechnen genügt der CSV-Export aus dem Hersteller-Portal, geöffnet in Excel oder LibreOffice Calc. Für eine echte Dauer-Aufzeichnung nutzt du eine Logging-Software: Home Assistant, ioBroker oder FHEM können Modbus-Werte einlesen und in einer Datenbank speichern, mit Grafik-Ansicht. Wer nur eine einzelne Größe braucht, kann mit einem Modbus-Master-Tool (z. B. QModMaster) Register auslesen. Wichtig ist, dass die Software kontinuierlich läuft und die Werte wegschreibt – ein PC, der nur zeitweise an ist, hinterlässt Lücken.

Sinnvoll sind: Außentemperatur, Vorlauf- und Rücklauftemperatur, Warmwassertemperatur, elektrische Leistungsaufnahme und – falls ein Wärmemengenzähler vorhanden ist – die abgegebene Wärme. Aus Wärmeabgabe geteilt durch Stromaufnahme ergibt sich die Arbeitszahl (COP im Moment, über die Saison die JAZ). Ohne Wärmemengenzähler kannst du die reine Effizienz nicht exakt berechnen, aber Taktverhalten, Laufzeiten und Stromverbrauch trotzdem sauber protokollieren.

Dann geht der Weg über den Zähler: Ein zusätzlicher Stromzähler mit S0- oder Modbus-Ausgang direkt in der Zuleitung der Wärmepumpe erfasst den Verbrauch, ein separater Wärmemengenzähler die abgegebene Wärme. Beide lassen sich über ein kleines Interface an den PC oder an ein Logging-Gerät anbinden. So bekommst du eine belastbare Verbrauchs- und Effizienz-Aufzeichnung, ohne die Regelung der Wärmepumpe selbst antasten zu müssen.
Die Hersteller-Cloud ist am schnellsten eingerichtet, du bist aber vom Portal und dessen Export-Format abhängig, und die Auflösung der Daten ist oft gröber. Die lokale Aufzeichnung über Modbus ist aufwendiger einzurichten, dafür gehören dir die Rohdaten in feiner Auflösung, und du bist unabhängig vom Internet und von Portal-Änderungen des Herstellers. Für dauerhaftes Monitoring und eigene Auswertungen ist die lokale Variante die robustere Wahl.