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WAGO EDM und MQTT: Wie du Energiedaten per MQTT verschickst

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
WAGO EDM und MQTT: Wie du Energiedaten per MQTT verschickst
Energie — Stromfee (KI-Bild)

WAGO EDM (Energy Data Management) ist WAGOs Software zur Energiedatenerfassung. MQTT selbst wird nicht in der EDM-Software, sondern auf der WAGO-Steuerung (PFC100/PFC200) eingerichtet — sie ist der Weg, um deine Messwerte an einen Broker und von dort in Datenbank oder Cloud zu bringen.

Kurz geantwortet: Wo steckt MQTT bei WAGO EDM?

WAGO EDM sammelt Zählerdaten meist per Modbus TCP/RTU und OPC UA über eine WAGO-Steuerung. MQTT ist der Transportweg nach außen: Die Steuerung (PFC100/PFC200) veröffentlicht die erfassten Messwerte als MQTT-Nachrichten an einen Broker. Die EDM-Software selbst zwingt dich nicht zu MQTT — du nutzt es, wenn du Daten an Drittsysteme, eine eigene Datenbank oder eine Cloud weiterreichen willst.

WAGO EDM und MQTT: Wie du Energiedaten per MQTT verschickst
Energie — Stromfee (KI-Bild)
MQTT auf der WAGO-Steuerung einrichten (Schritte)

1) MQTT-fähige Steuerung wählen (z. B. PFC100 750-81xx oder PFC200) mit e!RUNTIME. 2) In e!COCKPIT/CODESYS die MQTT-Bibliothek einbinden und Broker-Adresse, Port, Benutzer/Passwort setzen. 3) Topic-Struktur festlegen (z. B. wago/standort/zaehler1) und die Messwerte als Payload — meist JSON — im gewünschten Zyklus publizieren. 4) Auf dem Broker (z. B. Mosquitto) die Nachrichten empfangen und per Bridge in deine Datenbank schreiben.

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Welcher Port und welche Sicherheit?

Standard-Port ist 1883 (unverschlüsselt) und 8883 für TLS-verschlüsselte Verbindungen. Für alles, was über ein lokales, abgeschottetes Netz hinausgeht, solltest du 8883 mit TLS und Benutzer/Passwort oder Zertifikat nutzen — offene 1883-Broker gehören nicht ins Internet. Prüfe, ob dein Broker eine getrennte User-/Topic-Berechtigung pro Standort erlaubt, damit Kunden-Daten sauber getrennt bleiben.

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PFC200 auch ohne CODESYS als MQTT-Client

Der PFC200 läuft unter Linux. Du kannst dort neben dem CODESYS-Programm auch einen Mosquitto-Client, Node-RED oder einen Docker-Container betreiben und darüber MQTT publizieren. Das ist praktisch, wenn du eigene Skripte oder Payload-Formate brauchst, statt alles im SPS-Programm abzubilden. Für reine EDM-Erfassung reicht meist der Weg über die Steuerung; die freie Linux-Ebene ist die flexible Alternative.

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Vom Broker in deine Auswertung

MQTT liefert nur den Transport — die Auswertung passiert danach. Üblich ist eine kleine Bridge, die abonnierte Topics (z. B. wago/#) empfängt und die Werte in eine Zeitreihen- oder Analyse-Datenbank schreibt. Ab da kannst du Lastgänge, Verbräuche und Kennzahlen dauerhaft speichern, visualisieren und mit anderen Anlagen zusammenführen, statt sie nur in der EDM-Oberfläche zu sehen.

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