Welche Batterie ist leichter – Lithium-Ionen oder Natrium-Ionen?

Kurz gesagt: Für dieselbe gespeicherte Energie (kWh) ist die Lithium-Ionen-Batterie leichter als die Natrium-Ionen-Batterie. Natrium-Ionen hat pro Kilogramm eine geringere Energiedichte – du brauchst also mehr Masse für die gleiche Kapazität.
Lithium-Ionen (Li-Ion) ist leichter. Marktübliche Li-Ion-Zellen speichern grob 150–250 Wh pro Kilogramm, Natrium-Ionen-Zellen (Na-Ion) liegen aktuell eher bei rund 100–160 Wh/kg. Willst du also z. B. 10 kWh speichern, wiegt der Lithium-Speicher spürbar weniger als der Natrium-Speicher gleicher Kapazität.

Natrium ist als Element schwerer als Lithium und die Zellchemie speichert pro Kilogramm weniger Energie. Für dieselbe Kapazität braucht Na-Ion mehr aktives Material – das erhöht Gewicht und Bauvolumen. Deshalb ist Na-Ion vor allem dort attraktiv, wo Gewicht keine Rolle spielt.

Bei mobilen Anwendungen (E-Auto, E-Truck, Laptop, Werkzeug) zählt jedes Kilo – hier gewinnt Lithium klar. Bei einem stationären Heim- oder Gewerbespeicher, der fest im Keller oder Container steht, ist das Gewicht dagegen fast egal. Dort können die Vorteile von Natrium-Ionen überwiegen.

Na-Ion kommt ohne Lithium, Kobalt und Nickel aus, gilt als kältetauglicher und wird als potenziell günstiger und robuster gehandelt. Für stationäre Netz- und Heimspeicher, die selten bewegt werden, ist das höhere Gewicht deshalb oft kein Nachteil, sondern ein akzeptabler Kompromiss.

Musst du die Batterie bewegen oder tragen, nimm Lithium-Ionen wegen des geringeren Gewichts. Geht es um einen fest installierten Stromspeicher – etwa für PV-Eigenverbrauch oder Arbitrage – solltest du nicht nur aufs Gewicht schauen, sondern auf Preis pro kWh, Lebensdauer, Sicherheit und Kälteverhalten. Da kann Natrium-Ionen trotz Mehrgewicht die bessere Wahl sein.