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Wie errechne ich den ROI eines Batteriespeichers?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Wie errechne ich den ROI eines Batteriespeichers?
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Den ROI (Return on Investment) rechnest du im Kern als jährlichen Geldvorteil geteilt durch die Investitionskosten. Daraus ergibt sich auch die Amortisationszeit – also wann sich der Speicher bezahlt gemacht hat.

Die Formel in einem Satz

ROI pro Jahr (%) = (jährlicher Nutzen in € ÷ Investitionskosten in €) × 100. Und die Amortisationszeit in Jahren = Investitionskosten ÷ jährlicher Nutzen. Beispiel: 900 € Nutzen pro Jahr bei 9.000 € Kosten ergeben 10 % ROI und rund 9 Jahre bis zur Amortisation. Alles darüber ist echter Gewinn.

Wie errechne ich den ROI eines Batteriespeichers?
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Schritt für Schritt: die vier Werte, die du brauchst

1) Investitionskosten: Speicher + Wechselrichter + Montage + Anschluss, abzüglich Förderung. 2) Nutzbare Kapazität (kWh) × Jahreszyklen = jährlich gespeicherte Energie. 3) Ersparnis pro kWh: Differenz aus Netz-Bezugspreis und entgangener Einspeisevergütung (bei Eigenverbrauch) oder Arbitrage-Spanne (bei Handel). 4) Nutzen = gespeicherte kWh × Ersparnis pro kWh. Setze diese Werte in die Formel oben ein.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
Rechenbeispiel Eigenverbrauch (Annahmen, keine Garantie)

Angenommen: 10 kWh nutzbar, 250 Vollzyklen pro Jahr = 2.500 kWh. Bezugspreis 30 ct/kWh minus Einspeisevergütung 8 ct/kWh = 22 ct Vorteil pro kWh. Jährlicher Nutzen = 2.500 × 0,22 € = 550 €. Bei 8.000 € Investition sind das rund 6,9 % ROI pro Jahr und etwa 14,5 Jahre Amortisation. Rechne mit deinen eigenen Zahlen – Preise und Zyklen schwanken stark.

Wie errechne ich den ROI eines Batteriespeichers?
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Was den ROI ehrlich macht (und was ihn schönrechnet)

Berücksichtige Wirkungsgradverluste (rund 10–15 % gehen beim Laden und Entladen verloren), Kalender- und Zyklenalterung sowie eine begrenzte Zyklenzahl über die Lebensdauer. Rechne NICHT mit der Brutto-, sondern mit der nutzbaren Kapazität. Und trenne 'gespart' klar von 'zusätzlich verdient' – nur echter Cashflow zählt für den ROI.

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Zweiter Erlöspfad: Arbitrage und Netzdienste

Ein Speicher kann über den Eigenverbrauch hinaus Geld verdienen, indem er günstig lädt und teuer entlädt (Day-Ahead-Arbitrage). An volatilen Tagen entstehen Spannen zwischen Tief- und Hochpreis, die den Nutzen erhöhen. Ob sich das lohnt, hängt an dynamischem Stromtarif, Preisspanne und Zyklenkosten – das gehört als eigener Nutzen-Posten in die Rechnung.

Faustregel zur Einordnung

Als grobe Orientierung: Amortisiert sich der Speicher deutlich vor Ende seiner Lebensdauer (oft 10–15 Jahre Herstellergarantie), rechnet er sich tendenziell. Ist die Amortisationszeit länger als die erwartete Nutzungsdauer, ist der ROI negativ. Prüfe deine Annahmen lieber konservativ als optimistisch.

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