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Regelenergie im Betrieb: teilnehmen und Erlöse erzielen

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Regelenergie im Betrieb: teilnehmen und Erlöse erzielen
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)

Regelenergie ist die Leistung, mit der die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) das Netz sekundengenau bei 50 Hertz halten. Dein Betrieb kann daran teilnehmen, wenn er flexible Erzeuger oder Lasten – BHKW, Batteriespeicher, Notstromaggregat, abschaltbare Prozesse – bereitstellt und diese präqualifiziert vermarktet.

Was Regelenergie ist – und wer sie kauft

Regelenergie gleicht kurzfristige Abweichungen zwischen Stromerzeugung und -verbrauch aus. Gekauft wird sie von den vier deutschen ÜNB (50Hertz, Amprion, TenneT, TransnetBW) über die gemeinsame Ausschreibungsplattform regelleistung.net. Vergütet werden dabei zwei Dinge: das Bereithalten der Leistung (Leistungspreis) und der tatsächliche Abruf von Energie (Arbeitspreis).

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Kann dein Betrieb mitmachen? Ja – so geht der Einstieg

1) Flexibilität identifizieren: regelbare Erzeugung (BHKW, Batteriespeicher) oder verschiebbare Lasten. 2) Präqualifikation durchlaufen – der ÜNB prüft, ob deine Anlage die technischen Anforderungen (Reaktionszeit, Messtechnik, Steuerbarkeit) erfüllt. 3) An einen Aggregator bzw. Direktvermarkter anschließen, der einzelne Anlagen zu einem Pool bündelt und für dich bietet. So können auch kleinere Anlagen teilnehmen, die allein die Mindestgröße nicht erreichen.

Regelenergie im Betrieb: teilnehmen und Erlöse erzielen
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Die drei Produkte: FCR, aFRR und mFRR

Primärregelleistung (FCR) reagiert innerhalb von Sekunden vollautomatisch auf Frequenzabweichungen. Sekundärregelleistung (aFRR) wird automatisch vom ÜNB abgerufen und stabilisiert über Minuten. Minutenreserve (mFRR) wird manuell disponiert und deckt länger anhaltende Abweichungen. Je schneller und präziser deine Anlage reagieren kann, desto hochwertiger das Produkt, an dem sie teilnehmen darf.

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Pooling: warum Bündelung meist der Weg ist

Einzelne Anlagen im Betrieb sind für den Regelenergiemarkt oft zu klein und zu unstet. Aggregatoren fassen viele Anlagen zu einem virtuellen Kraftwerk zusammen, das gemeinsam die geforderte Mindestleistung und Verfügbarkeit erreicht. Für dich heißt das: geringerer Aufwand, geteiltes Ausfallrisiko und Zugang zum Markt ohne eigene Handelsabteilung.

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Was du praktisch brauchst

Technisch: eine fernsteuerbare Anlage, geeignete Mess- und Kommunikationstechnik sowie die bestandene Präqualifikation beim ÜNB. Vertraglich: eine Vereinbarung mit einem Direktvermarkter/Aggregator. Betrieblich: die Bereitschaft, dass deine Anlage im Abruf ihren Fahrplan kurzfristig ändert – das muss zu deinem Prozess passen (z. B. Wärmebedarf beim BHKW, Ladezustand beim Speicher).

Lohnt es sich für deinen Betrieb?

Das hängt von deiner Flexibilität ab: Ein Batteriespeicher, ein flexibel fahrbares BHKW oder abschaltbare Lasten sind gute Kandidaten, weil sie schnell und planbar reagieren. Grundlast ohne Spielraum eignet sich kaum. Lass die konkreten Erlöse anhand deiner Anlagengröße, Reaktionszeit und Verfügbarkeit gegen den Betriebsaufwand rechnen, bevor du dich für ein Produkt entscheidest.

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