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Biogasanlage – was kostet sie wirklich?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Biogasanlage – was kostet sie wirklich?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)

Die Investition richtet sich fast komplett nach der Anlagengröße (kW elektrisch) und der Substratmenge. Hier bekommst du zuerst die konkreten Richtwerte, danach die Kostentreiber und den Betrieb.

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Die Investition auf einen Blick

Als Faustwert kannst du mit rund 3.000–5.000 € pro kW installierter elektrischer Leistung rechnen – je größer die Anlage, desto günstiger pro kW. Grob übersetzt: eine kleine Hof-/Gülleanlage mit 75 kW liegt oft im Bereich mehrerer Hunderttausend Euro, eine 500-kW-Anlage im Millionenbereich, eine 1-MW-Anlage bei mehreren Millionen. Das sind Richtwerte – dein tatsächlicher Preis hängt stark von Standort, Substrat und Technik ab.

Biogasanlage – was kostet sie wirklich?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Was den Preis nach oben oder unten treibt

Den größten Hebel hast du bei der Anlagengröße, der Fermenter-Bauweise und der Gasaufbereitung. Teurer wird es durch Gasaufbereitung auf Erdgasqualität (Einspeisung ins Netz), lange Wärmeleitungen, große Gärrestlager und aufwendige Genehmigungen. Günstiger bleibst du mit reiner Vor-Ort-Verstromung im BHKW, Nutzung vorhandener Bausubstanz und homogenem Substrat wie Gülle.

Biogasanlage – was kostet sie wirklich?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Laufende Kosten nicht unterschätzen

Der größte Posten im Betrieb ist meist das Substrat (Gülle, Mist, Mais, Reststoffe). Dazu kommen Wartung und Instandhaltung des BHKW (Motorrevisionen sind planbar, aber teuer), Personal, Versicherung, Analysen und Rücklagen. Plane die laufenden Kosten früh mit ein – eine Anlage, die billig gebaut, aber schlecht gefüttert wird, rechnet sich nicht.

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Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Wann sich die Anlage rechnet

Entscheidend ist, ob du genug günstiges Substrat und einen Abnehmer für Strom UND Wärme hast. Reine Stromvergütung reicht heute oft nicht – erst die Wärmenutzung (Stall, Trocknung, Nahwärmenetz) oder flexible Fahrweise nach Strompreis macht den Business Case. Rechne mit einer Amortisation über viele Jahre, nicht über wenige.

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Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Förderung und Vergütung prüfen

Für die Wirtschaftlichkeit zählt neben den Kosten die Erlösseite: EEG-Vergütung bzw. Marktprämie, Flexibilitätszuschlag für bedarfsgerechte Stromproduktion und mögliche Investitionsförderungen. Kläre vor dem Bau verbindlich, welche Vergütung für deine Anlagengröße und dein Inbetriebnahmejahr gilt – das entscheidet über die Rendite mehr als der reine Baupreis.

So senkst du die Kosten pro Kilowattstunde

Nicht der niedrigste Baupreis gewinnt, sondern die höchste Auslastung. Mit intelligenter Betriebssteuerung fährst du das BHKW dann, wenn Strom teuer ist, nutzt die Abwärme möglichst vollständig und vermeidest teure Stillstände. Genau hier setzt KI-gestütztes Energiemanagement an – es holt aus derselben Anlage mehr Erlös heraus, ohne dass du neu baust.

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