Day-Ahead – was heißt das beim Strompreis?

Day-Ahead ist der Handel mit Strom für den jeweils nächsten Tag. Hier legt die Börse einen Tag im Voraus fest, was jede Stunde (bzw. Viertelstunde) morgen kostet.
Day-Ahead (englisch für "einen Tag voraus") ist der wichtigste Stromgroßhandelsmarkt in Europa. Käufer und Verkäufer handeln heute den Strom, der morgen geliefert wird – deshalb kennst du den Preis für den nächsten Tag schon am Vortag.

Bis 12:00 Uhr gibst du (bzw. geben die Marktteilnehmer) deine Gebote ab. Um 12:42 Uhr veröffentlicht die Börse EPEX SPOT die Preise für alle Stunden des Folgetags. Ab dann steht fest, wann Strom morgen teuer und wann er günstig ist.

Klassisch gibt es 24 Stundenpreise pro Tag. Seit 2021 werden in Deutschland zusätzlich 96 Viertelstunden-Preise (15-Minuten-Intervalle, MTU) gehandelt. Für dich heißt das: Der Preis kann sich schon innerhalb einer Stunde deutlich ändern.

Wind und Sonne schwanken schnell – eine Wolke kann die Solarleistung in Sekunden halbieren. Viel günstiger Ökostrom drückt den Day-Ahead-Preis, bei wenig Erzeugung steigt er. Deshalb gibt es Stunden mit sehr niedrigen und manchmal sogar negativen Preisen.

Wer flexibel verbrauchen oder einspeisen kann – etwa mit Batteriespeicher, Wärmepumpe oder E-Auto – nutzt die günstigen Stunden und meidet die teuren. Genau hier liegt der Hebel: Lasten in die billigen Fenster verschieben, statt zum Durchschnittspreis zu zahlen.
Die offiziellen Preise stammen von der EPEX SPOT. Auf Stromfee arbeiten wir mit echten EPEX-Day-Ahead-Daten und zeigen dir stunden- bzw. viertelstundengenau, wann sich Laden, Speichern oder Einspeisen lohnt.