HomeBlog

Drohne für die PV-Planung – ja oder nein?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Drohne für die PV-Planung – ja oder nein?
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)

Eine Drohne ersetzt bei der PV-Planung das Klettern aufs Dach: Sie liefert dir Maße, Neigung, Ausrichtung und Verschattung, ohne dass jemand aufs Gerüst muss. Hier liest du, wofür sie sich konkret lohnt – und wann ein Aufmaß vom Boden reicht.

Kurzantwort: Wofür du eine Drohne wirklich brauchst

Sinnvoll ist die Drohne, wenn das Dach schwer zugänglich, verwinkelt oder groß ist (Hallen, Höfe, Mehrfamilienhäuser). Sie liefert dir per Photogrammetrie ein maßstäbliches 3D-Modell mit Dachfläche, Neigung und Ausrichtung – Grundlage für die Modulbelegung. Bei einem einfachen Satteldach-Einfamilienhaus reicht dagegen oft ein Aufmaß über Satellitenbild plus Kontrollmessung vor Ort.

Drohne für die PV-Planung – ja oder nein?
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)
Die vier Planungsaufgaben, die eine Drohne abdeckt

1) Dachaufmaß: Fläche, Firsthöhe, Neigung und Azimut per Luftbild-Vermessung. 2) Verschattungs-Check: Kamine, Gauben, Bäume und Nachbargebäude erkennst du aus der Vogelperspektive sofort. 3) Dachzustand: Du siehst Schäden, Moos oder Verformungen, bevor die Unterkonstruktion geplant wird. 4) Hindernis-Erfassung: Dachfenster, Lüfter, Blitzableiter – alles, was die Modulbelegung einschränkt.

Drohne für die PV-Planung – ja oder nein?
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)
Wo eine Drohne NICHT die richtige Wahl ist

Für die Ertragsprognose selbst brauchst du keine Drohne – die läuft über Einstrahlungsdaten und Simulation. Auch die Statik-Bewertung ersetzt sie nicht, dafür ist ein Blick auf den Dachstuhl von innen nötig. Und bei einer Standard-Dachfläche ohne Verschattung ist der Drohnenflug oft teurer als der Nutzen. Kläre vorab, ob dein Planer die Daten überhaupt in seine Planungssoftware importieren kann.

Drohne für die PV-Planung – ja oder nein?
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)
Thermografie: nur für Bestandsanlagen relevant

Eine Wärmebild-Drohne zeigt Hotspots und defekte Module – das ist ein Prüf-Werkzeug für bereits installierte Anlagen, nicht für die Erstplanung. Bei der Planung einer neuen Anlage bringt dir die normale Foto-/Photogrammetrie-Drohne mehr. Verwechsle die beiden Einsatzzwecke nicht, wenn du ein Angebot vergleichst.

Drohne für die PV-Planung – ja oder nein?
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)
Rechtliches: Das musst du vor dem Flug klären

In der EU gilt die EU-Drohnenverordnung. Für die meisten Vermessungsflüge über bebautem Gebiet brauchst du einen EU-Kompetenznachweis ("Drohnenführerschein"), eine Betreiber-Registrierung und je nach Drohne eine Kennzeichnung. Über fremden Grundstücken und in der Nähe von Personen gelten Abstands- und Zustimmungsregeln. Lass das im Zweifel einen zertifizierten Dienstleister übernehmen – der bringt Versicherung und Genehmigung mit.

Selbst fliegen oder Dienstleister beauftragen?

Für eine einmalige PV-Planung lohnt sich meist der Dienstleister: Er liefert dir direkt das ausgewertete 3D-Modell samt Maßen, statt dass du dich in Photogrammetrie-Software einarbeitest. Eigene Drohne rechnet sich erst, wenn du regelmäßig Dächer aufnimmst. Achte darauf, dass du am Ende auswertbare Daten (Maße, Orthofoto, 3D-Modell) bekommst – nicht nur schöne Bilder.

🎬 Der Energie-Zähler
Aktuell dazu

Abrechnung prüfen lassen?

Kontakt aufnehmen →