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Wie funktioniert eine Biogasanlage?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Wie funktioniert eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)

Eine Biogasanlage wandelt organisches Material wie Gülle, Mais oder Bioabfall unter Luftabschluss in Biogas um. Dieses Gas verbrennst du in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) und gewinnst daraus Strom und Wärme.

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Das Grundprinzip in einem Satz

Bakterien zersetzen im Fermenter ohne Sauerstoff organisches Material – dabei entsteht Biogas, das rund 50–60 % Methan enthält. Genau dieses Methan ist der Energieträger, den du später zu Strom und Wärme machst.

Wie funktioniert eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Die 4 Schritte von der Gülle zum Strom

1. Substrat sammeln: Gülle, Mist, Energiepflanzen oder Reststoffe kommen in die Vorgrube. 2. Vergären: Im luftdichten Fermenter (meist 38–42 °C) bauen Bakterien das Material über mehrere Wochen ab und produzieren Biogas. 3. Verstromen: Das Gas treibt im BHKW einen Motor mit Generator an – daraus entstehen Strom und Abwärme. 4. Verwerten: Der übrig bleibende Gärrest wird als Dünger auf die Felder ausgebracht.

Wie funktioniert eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Die wichtigsten Bauteile

Merk dir diese fünf: Vorgrube (Annahme des Substrats), Fermenter/Gärbehälter (hier entsteht das Gas), Gasspeicher (oft die kuppelförmige Folie über dem Fermenter), BHKW (Umwandlung in Strom und Wärme) und Gärrestlager (Zwischenlager für den Dünger). Ein Nachgärer holt zusätzlich Restgas heraus.

Wie funktioniert eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Was passiert im Fermenter genau?

Der Abbau läuft in mehreren biologischen Stufen ab: Zuerst werden große Moleküle zerlegt, dann zu Säuren umgewandelt und am Ende von Methanbakterien zu Methan und CO₂ vergoren. Dieser Prozess heißt anaerobe Vergärung – 'anaerob' bedeutet: ohne Sauerstoff. Deshalb muss der Fermenter absolut luftdicht sein.

Wie funktioniert eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Strom, Wärme – oder Gas ins Netz?

Klassisch verstromst du das Biogas direkt vor Ort im BHKW und nutzt die Abwärme z. B. für Ställe, Trocknung oder ein Nahwärmenetz. Alternativ kannst du das Rohgas aufbereiten (Reinigung auf Erdgasqualität) und als Biomethan ins Gasnetz einspeisen. Was sich lohnt, hängt von Anlagengröße, Wärmeabnehmern und Vergütung ab.

Warum der Fahrplan über den Ertrag entscheidet

Eine Biogasanlage ist kein simpler Ofen, sondern ein lebendes System aus Biologie und Technik. Wer stur durchfährt, verschenkt Geld: Mit flexiblem Betrieb erzeugst du Strom bevorzugt dann, wenn er am Markt teuer ist, und speicherst Gas oder Energie für die günstigen Zeiten zwischen. Genau hier setzt intelligente Steuerung an.

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