KI und MQTT — wie beides zusammenspielt

MQTT ist ein leichtgewichtiges Publish-/Subscribe-Protokoll, über das Geräte kleine Nachrichten an einen zentralen Broker schicken. Eine KI hängt sich an genau diesen Broker: Sie abonniert die Live-Daten deiner Anlagen und kann über dasselbe Protokoll auch Stellbefehle zurückschicken.
MQTT ist ein Machine-to-Machine-Protokoll: Geräte (Publisher) senden Messwerte als kleine Nachrichten an einen Broker, andere Teilnehmer (Subscriber) abonnieren die Themen, die sie interessieren. Statt jedes Gerät einzeln abzufragen, fließen alle Werte über einen zentralen Umschlagplatz — sparsam genug für Sensoren, Wechselrichter und Zähler.

Ein MQTT-System besteht aus drei Teilen: dem Broker (der Verteiler, z. B. auf einem Server unter Port 1883, mit Login auf 1884), den Topics (hierarchische Adressen wie moormann/bhkw/1/json) und den Clients. Ein Gerät published unter seinem Topic, die KI subscribed dieselben Topics und bekommt jede neue Nachricht sofort — ohne selbst pollen zu müssen.

Die KI ist einfach ein weiterer MQTT-Client. Sie abonniert die relevanten Topics (etwa alle BHKW-, Gas- oder Shelly-Kanäle eines Standorts), wertet den eingehenden Datenstrom aus und schreibt ihn zur Analyse in eine Datenbank. So sieht sie Erzeugung, Verbrauch und Zählerstände in Echtzeit — die Grundlage für jede Optimierung.

MQTT ist bidirektional. Die KI liest nicht nur, sie kann über ein eigenes Write-Topic auch Befehle zurückschicken — etwa einen Wechselrichter abregeln, wenn der Strompreis negativ wird. Sauber umgesetzt bekommt jeder Befehl eine Rückmeldung (ACK) und wird protokolliert, damit nachvollziehbar bleibt, wer wann was geschaltet hat.

Ein Energiemanager, der per MQTT angebunden ist, kann Verbrauch und Speicher flexibel an schwankende Strompreise anpassen. Die KI verarbeitet die Live-Werte, erkennt günstige Zeitfenster und steuert Geräte automatisch — genau dort liegt der praktische Nutzen der Kombination aus KI und MQTT.
MQTT läuft im Klartext, wenn man es lässt. Für den Produktivbetrieb gehören ein Broker mit Benutzer-Login (Auth-Port, eigener Nutzer pro Kunde) und idealerweise TLS-Verschlüsselung dazu. Sonst kann jeder im Netz mitlesen — oder Stellbefehle fälschen.
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