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KI und MQTT — wie beides zusammenspielt

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
KI und MQTT — wie beides zusammenspielt
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)

MQTT ist ein leichtgewichtiges Publish-/Subscribe-Protokoll, über das Geräte kleine Nachrichten an einen zentralen Broker schicken. Eine KI hängt sich an genau diesen Broker: Sie abonniert die Live-Daten deiner Anlagen und kann über dasselbe Protokoll auch Stellbefehle zurückschicken.

Was MQTT in einem Satz ist

MQTT ist ein Machine-to-Machine-Protokoll: Geräte (Publisher) senden Messwerte als kleine Nachrichten an einen Broker, andere Teilnehmer (Subscriber) abonnieren die Themen, die sie interessieren. Statt jedes Gerät einzeln abzufragen, fließen alle Werte über einen zentralen Umschlagplatz — sparsam genug für Sensoren, Wechselrichter und Zähler.

KI und MQTT — wie beides zusammenspielt
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)
Broker, Topic, Publish/Subscribe — das Grundgerüst

Ein MQTT-System besteht aus drei Teilen: dem Broker (der Verteiler, z. B. auf einem Server unter Port 1883, mit Login auf 1884), den Topics (hierarchische Adressen wie moormann/bhkw/1/json) und den Clients. Ein Gerät published unter seinem Topic, die KI subscribed dieselben Topics und bekommt jede neue Nachricht sofort — ohne selbst pollen zu müssen.

KI und MQTT — wie beides zusammenspielt
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)
Wo die KI andockt

Die KI ist einfach ein weiterer MQTT-Client. Sie abonniert die relevanten Topics (etwa alle BHKW-, Gas- oder Shelly-Kanäle eines Standorts), wertet den eingehenden Datenstrom aus und schreibt ihn zur Analyse in eine Datenbank. So sieht sie Erzeugung, Verbrauch und Zählerstände in Echtzeit — die Grundlage für jede Optimierung.

KI und MQTT — wie beides zusammenspielt
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)
Von der Analyse zum Stellbefehl

MQTT ist bidirektional. Die KI liest nicht nur, sie kann über ein eigenes Write-Topic auch Befehle zurückschicken — etwa einen Wechselrichter abregeln, wenn der Strompreis negativ wird. Sauber umgesetzt bekommt jeder Befehl eine Rückmeldung (ACK) und wird protokolliert, damit nachvollziehbar bleibt, wer wann was geschaltet hat.

KI und MQTT — wie beides zusammenspielt
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)
Warum das für dynamische Tarife wichtig ist

Ein Energiemanager, der per MQTT angebunden ist, kann Verbrauch und Speicher flexibel an schwankende Strompreise anpassen. Die KI verarbeitet die Live-Werte, erkennt günstige Zeitfenster und steuert Geräte automatisch — genau dort liegt der praktische Nutzen der Kombination aus KI und MQTT.

Sicherheit nicht vergessen

MQTT läuft im Klartext, wenn man es lässt. Für den Produktivbetrieb gehören ein Broker mit Benutzer-Login (Auth-Port, eigener Nutzer pro Kunde) und idealerweise TLS-Verschlüsselung dazu. Sonst kann jeder im Netz mitlesen — oder Stellbefehle fälschen.

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