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Lastspitzen kappen – was das ist und wie du es machst

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Lastspitzen kappen – was das ist und wie du es machst
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)

Lastspitzen kappen (Peak-Shaving) bedeutet, den höchsten kurzzeitigen Leistungsbezug deines Betriebs gezielt abzusenken. Weil der teuerste Viertelstunden-Peak im Jahr deinen Leistungspreis bestimmt, sparst du bares Geld, ohne deinen Verbrauch insgesamt zu ändern.

Kurzdefinition: Das heißt „Lastspitzen kappen“

Als registrierender Lastgang-Kunde (RLM, meist ab 100.000 kWh/Jahr) zahlst du im Netzentgelt einen Leistungspreis in €/kW pro Jahr. Maßgeblich ist dabei dein höchster gemessener 15-Minuten-Mittelwert im Abrechnungszeitraum. Lastspitzen kappen heißt: genau diese eine Spitze abfangen, damit deine abgerechnete Höchstlast – und damit die Leistungskosten – sinken.

Lastspitzen kappen – was das ist und wie du es machst
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)
In 4 Schritten Lastspitzen kappen

1) Lastgang analysieren: Wann und wodurch entstehen deine Spitzen (Anlaufströme, gleichzeitig laufende Aggregate, Kälte/Heizung)? 2) Vermeidbare Gleichzeitigkeit prüfen: Lassen sich Verbraucher zeitlich versetzen (Lastmanagement)? 3) Kappungsziel festlegen: Welche kW-Grenze willst du nicht überschreiten? 4) Spitzen technisch abfangen – meist mit einem Batteriespeicher, der genau in den kritischen Minuten Leistung liefert, statt sie aus dem Netz zu ziehen.

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Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)
Peak-Shaving mit Batteriespeicher

Ein Batteriespeicher überwacht deinen Bezug in Echtzeit und speist ein, sobald du dich der eingestellten Kappungsgrenze näherst. So bleibt die Netzlast unter deinem Zielwert, während der Speicher in Schwachlastzeiten wieder lädt. Wichtig ist die Auslegung: Der Speicher muss die typische Dauer und Höhe deiner Spitzen abdecken – lieber am realen Lastgang dimensionieren als nach Bauchgefühl.

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Lastmanagement ohne Speicher

Nicht jede Spitze braucht einen Akku. Oft reicht organisatorisches Lastmanagement: große Verbraucher nicht gleichzeitig starten, Anlagen zeitlich staffeln, unkritische Prozesse (Laden, Kühlung, Pumpen) kurz drosseln. Eine Lastmanagement-Steuerung schaltet dafür automatisch Prioritäten und hält deine Höchstlast unter der gewählten Grenze.

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Multi-Use: Peak-Shaving ist nur eine Säule

Ein Speicher, der Lastspitzen kappt, kann parallel mehr: Eigenverbrauch von Solarstrom erhöhen und Preisunterschiede am Strommarkt nutzen (Arbitrage). Diese Multi-Use-Strategie kombiniert mehrere Nutzen aus einer Investition – Peak-Shaving senkt Netzkosten, während dieselbe Batterie in ruhigen Stunden andere Erlösquellen bedient.

Für wen lohnt sich das?

Peak-Shaving zahlt sich vor allem dort aus, wo hohe, kurze Lastspitzen auf einen leistungspreisbasierten Netzvertrag treffen: Produktion mit Anlauflasten, Kühlhäuser, Einzelhandel und saisonale Betriebe (z. B. Weihnachtsgeschäft) oder Freizeitanlagen mit Abend-Peaks. Grundlage jeder Entscheidung ist dein individueller Lastgang – erst er zeigt, wie viel kW-Kappung realistisch und wirtschaftlich ist.

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