Loxone Energiemonitor: So berechnest du deinen Verbrauch

Der Verbrauch entsteht immer aus Leistung mal Zeit – der Energiemonitor misst die Leistung und summiert sie automatisch zu Kilowattstunden. Hier siehst du die Formel, wo die App das anzeigt und wie du einzelne Geräte getrennt erfasst.
Verbrauch (in kWh) = Leistung (in kW) × Dauer (in Stunden). Ein Gerät mit 2 kW, das 3 Stunden läuft, verbraucht also 6 kWh. Von Hand musst du das aber nicht rechnen: Ein Loxone-Energiezähler misst laufend die Wirkleistung und integriert sie im Hintergrund zu Kilowattstunden auf. Der Energiemonitor zeigt dir dann direkt die aufsummierte kWh-Zahl statt der Momentanleistung.

In der Loxone App findest du den Verbrauch in der Energiemonitor-Kachel bzw. in der Statistik-Ansicht des jeweiligen Zählers. Dort kannst du zwischen aktueller Leistung (kW) und aufsummiertem Verbrauch (kWh) sowie zwischen Zeiträumen wie Tag, Woche und Monat wechseln. Voraussetzung ist, dass ein Zähler oder Messeingang die Leistung tatsächlich erfasst – ohne Messwert gibt es nichts zu summieren.

Willst du wissen, was ein bestimmter Verbraucher zieht, brauchst du dort einen eigenen Messpunkt: einen Modbus-Energiezähler in der Zuleitung oder Stromwandler (Klappwandler) um die jeweilige Ader. Jeder Messpunkt wird als eigener Zähler in Loxone Config angelegt und liefert getrennte kWh. So trennst du z. B. Wärmepumpe, Wallbox und Haushalt sauber voneinander, statt nur den Summenverbrauch am Hausanschluss zu sehen.

Hast du nur einen Leistungswert (kW), aber keinen Zähler, der schon kWh liefert? Dann verbindest du diesen Wert in Loxone Config mit dem Zählerbaustein (Verbrauchszähler). Der Baustein integriert die anliegende Leistung über die Zeit und gibt dir daraus fortlaufend den Verbrauch in kWh aus – inklusive Tages- und Gesamtzähler, die du im Energiemonitor visualisieren kannst.

Achte darauf, dass du die Wirkleistung (kW) misst und nicht die Scheinleistung (kVA) – nur die Wirkleistung entspricht dem abgerechneten Verbrauch. Bei Stromwandlern muss außerdem das Übersetzungsverhältnis in Config korrekt hinterlegt sein, sonst ist der kWh-Wert um genau diesen Faktor falsch. Prüfe die Anzeige zur Kontrolle gegen deinen geeichten Netzzähler über denselben Zeitraum.
Der Loxone Energiemonitor ist kein separates Gerät, sondern eine Funktion innerhalb der Loxone-Gebäudeautomation, die auf dem zentralen Miniserver läuft. Er sammelt die Messwerte deiner angeschlossenen Zähler und Sensoren, rechnet sie zu Verbrauchs- und Erzeugungswerten zusammen und stellt sie in der Loxone App dar. Damit beantwortest du die eigentliche Frage hinter der Suche: Der Energiemonitor selbst zählt nichts — er visualisiert und verknüpft die Daten, die ihm ein oder mehrere Messgeräte liefern. Ohne einen echten Zähler im Datenpfad bleibt die Anzeige leer.
Konkret gehst du in drei Schritten vor: Erstens brauchst du eine Messquelle — in der Praxis ein Modbus-Energiezähler (bei uns im Einsatz z. B. Eastron), ein Loxone-Zählereingang oder ein Strommess-Sensor am jeweiligen Stromkreis. Zweitens bindest du diese Messquelle am Miniserver ein (etwa per Modbus-Extension) und legst sie in der Loxone Config als Zähler-Baustein an. Drittens ordnest du die Zähler den Verbrauchern zu, sodass der Energiemonitor Bezug, Einspeisung und Eigenverbrauch getrennt ausweist. Merke dir die Ja-Nein-Antwort: Ja, mit dem Loxone Energiemonitor kannst du deinen Verbrauch berechnen — aber nur so genau und so aufgeschlüsselt, wie du vorher physische Zähler an den richtigen Stellen gesetzt hast. Ein einzelner Zähler am Hausanschluss zeigt die Summe; wer einzelne Verbraucher sehen will, braucht dort jeweils eigene Messpunkte.
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