Messkonzept erstellen – so gehst du vor

Ein Messkonzept zeigt, wie an deinem Anschluss Erzeugung, Verbrauch und Speicher gezählt werden – als Schema mit allen Zählpunkten und Energieflüssen. Hier bekommst du die konkreten Schritte, bevor du es beim Netzbetreiber einreichst.
Ein Messkonzept ist die schematische Darstellung deiner Anlage am Netzanschlusspunkt: Es legt fest, wo welcher Zähler sitzt, welche Energierichtung er misst (Bezug, Einspeisung, Erzeugung) und wie PV, Speicher, Verbraucher und ggf. BHKW verschaltet sind. Der Netzbetreiber (VNB) verlangt es bei Anschluss oder Änderung von Erzeugungsanlagen, um die Abrechnung und die gesetzliche Zuordnung der Strommengen eindeutig zu machen.

Notiere zuerst, was verschaltet wird: PV-Leistung (kWp), ob ein Batteriespeicher dazukommt, ob ein BHKW/KWK oder eine Wärmepumpe angeschlossen ist, und ob du volleinspeist oder Überschuss einspeist (Eigenverbrauch). Diese Konstellation bestimmt, welches Standard-Messkonzept passt.

Lege jeden Messpunkt fest. Typisch: ein Zweirichtungszähler am Netzanschluss (misst Bezug und Einspeisung) und – bei EEG-Vergütung oder Speichern – ein separater Erzeugungszähler direkt an der PV/dem BHKW. Speicher brauchen oft einen eigenen Messpunkt, damit netz- und PV-geladener Strom sauber getrennt werden. Prüfe, ob ein intelligentes Messsystem (iMSys) erforderlich ist.

Zeichne ein einpoliges Schema von der Erzeugung über Speicher und Verbraucher bis zum Netzanschlusspunkt. Jeder Zähler bekommt eine Bezeichnung und die Angabe, welche Richtung er misst. Pfeile zeigen die Energieflüsse. Nutze eine saubere, einheitliche Vorlage – bei Stromfee arbeiten wir mit vier klar getrennten Messspiegeln (Bezug, Einspeisung, Erzeugung, Speicher).

Viele Netzbetreiber geben nummerierte Standard-Messkonzepte vor (je nach Kombination aus Einspeisung, Eigenverbrauch, Speicher, KWK). Ordne deine Konstellation dem passenden Standardfall des zuständigen VNB zu – das beschleunigt die Prüfung. Weicht deine Anlage ab, reichst du ein individuelles Konzept ein.
Prüfe das Schema auf Vollständigkeit: alle Zähler benannt, Richtungen korrekt, Speicher- und Erzeugungspfade eindeutig. Reiche es beim Netzbetreiber (bei Inbetriebnahme oder Anlagenänderung) ein. Erst nach dessen Freigabe wird gemäß Konzept gemessen und abgerechnet. Halte das Konzept aktuell, wenn du später erweiterst – etwa einen Speicher nachrüstest.