Mieterstrom-Abrechnungssoftware mit Whitelabel: Was du brauchst

Du willst Mieterstrom unter eigenem Namen abrechnen, statt fremde Marken auf deine Rechnungen zu drucken. Hier bekommst du direkt, was so eine Whitelabel-Software leisten muss und woran du eine passende erkennst.
Whitelabel heißt, dass die Software unter deinem Logo, deiner Domain und deinen Kontaktdaten läuft – Mieter, Portal und Rechnung sehen deine Marke, nicht die des Software-Anbieters. Der Anbieter stellt Technik und Betrieb, du trittst als Energielieferant bzw. Mieterstrom-Betreiber nach außen auf. Sinnvoll ist das, wenn du als Stadtwerk, Wohnungsgesellschaft, Contractor oder Dienstleister mehrere Objekte unter einer eigenen Identität betreust.

Für eine saubere Mieterstrom-Abrechnung brauchst du: Zähler-Management mit Untermessung je Wohneinheit (idealerweise Anbindung intelligenter Messsysteme/iMSys), Aufteilung von PV-Eigenstrom und zugekauftem Reststrom je Mieter, Tarif- und Vertragsverwaltung, monatliche Abschläge plus die gesetzlich vorgeschriebene Jahresabrechnung, Ummelde- und Ein-/Auszugs-Prozesse sowie Reststrombeschaffung und Bilanzierung. Wichtig ist die messtechnisch saubere Trennung, damit Einspeisung und Eigenverbrauch nicht doppelt bilanziert werden.

Mieterstrom ist an EEG-Regeln gebunden: Der Mieterstromzuschlag setzt voraus, dass der Strom im selben Gebäude (bzw. Quartier) ohne Nutzung des öffentlichen Netzes verbraucht wird. Die Software sollte das passende Messkonzept abbilden – oft mit mehreren Erzeugern (PV + BHKW + Speicher) hinter einem Anschluss und unterschiedlichen Vergütungs-Regimen. Häufige Fehlerquellen sind Doppelbilanzierung und Bilanzkreis-Lücken, die dir Vergütung oder Umlagen kosten können. Prüfe, ob die Software den Verteilnetzbetreiber-Prozess und die Zuordnung je Erzeuger korrekt unterstützt.

Frag konkret nach: Ist es echtes Whitelabel (eigene Domain, eigenes Branding im Mieterportal und auf der Rechnung) oder nur ein Logo-Austausch? Läuft die Abrechnung EEG- und EnWG-konform inklusive Jahresabrechnung? Gibt es ein Mieter-Self-Service-Portal? Wie werden Zählerdaten eingelesen (manuell, MSCONS, iMSys-Gateway)? Und: Wie ist die Abrechnung bei mehreren Objekten und Erzeugerarten (PV, BHKW, Speicher) modelliert? Lass dir eine Beispiel-Rechnung und ein Beispiel-Messkonzept zeigen.

Wenn du viele kleine Anlagen betreust – Mieterstrom-Portfolios bestehen typischerweise aus vielen Anlagen im niedrigen zweistelligen kW-Bereich –, zählt Mandantenfähigkeit: eine Instanz, mehrere Objekte, saubere Trennung je Standort. Stromfee AI ist als Cloud-Intelligenz mit Dashboarding und Whitelabel angelegt, sodass Partner eigenständige, gebrandete Instanzen betreiben können. Sprich uns an, wenn du dein Portfolio unter eigener Marke abrechnen und überwachen willst.