§51 EEG: Wann deine Einspeisevergütung auf null fällt

§51 EEG regelt, dass es bei negativen Börsen-Strompreisen keine EEG-Vergütung gibt. Hier erfährst du, ab wann die Null greift, für wen die Regel gilt und was du dagegen tun kannst.
§51 EEG bestimmt: Sobald der Day-Ahead-Börsenpreis negativ ist, bekommst du für den in diesen Zeiten eingespeisten Strom 0 Cent EEG-Vergütung. Betroffen sind Anlagen, die über die Marktprämie gefördert werden – nicht der Strom, den du selbst verbrauchst oder direkt vermarktest.

Nach der aktuellen Fassung (Solarspitzengesetz, 2025) entfällt die Vergütung bereits ab der ersten Viertelstunde mit negativem Preis. Die früheren Stunden-Schwellen (erst nach mehreren zusammenhängenden Negativstunden) sind damit weggefallen. Für dich heißt das: Jede negative Viertelstunde zählt sofort.

Damit nicht jede einzelne Kurz-Negativphase erfasst wird, gibt es eine Bagatellgrenze von 2 Stunden. Kleinere bzw. sehr kurze Ereignisse sollen so aufgefangen werden. Prüfe im Zweifel deine konkrete Anlagen-Konfiguration und dein Inbetriebnahmejahr, denn die Regel ist nach Kalenderjahr gestaffelt.

Vor dem Solarspitzengesetz griff die Null-Vergütung erst nach mehreren aufeinanderfolgenden Negativstunden. Seit 2025 ist die Schwelle deutlich verschärft, sodass negative Preise fast unmittelbar zum Vergütungsausfall führen. Der Gesetzgeber will damit die Einspeisung zu Zeiten überschüssiger Solarleistung dämpfen.

Ja, teilweise: Die Zeiträume ohne Vergütung verlängern nach den Regeln des EEG (§51a) den 20-jährigen Förderzeitraum am Ende. Der Ausfall ist also nicht komplett verloren, sondern verschiebt Förder-Anspruch nach hinten – ein wirtschaftlicher Nachteil bleibt durch den Zeitwert des Geldes trotzdem bestehen.
Zwei Hebel reduzieren deinen Schaden: den Wechselrichter in Negativstunden abregeln (nichts einspeisen, was ohnehin nicht vergütet wird) oder einen Batteriespeicher laden und die Energie später einspeisen bzw. selbst nutzen. Ob sich ein Speicher rechnet, hängt von Anzahl und Tiefe der Negativstunden deiner Anlage ab – das lässt sich anhand deiner Einspeisedaten durchrechnen.