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Photovoltaik-Inspektion: Das wird geprüft

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Photovoltaik-Inspektion: Das wird geprüft
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)

Eine Photovoltaik-Inspektion ist die regelmäßige Sicht- und Messprüfung deiner Anlage, um Ertragsverluste, Defekte und Brandrisiken früh zu erkennen. Sie umfasst Sichtkontrolle, elektrische Messungen und die Auswertung der Ertragsdaten – meist alle 1 bis 4 Jahre.

Was bei der Inspektion konkret geprüft wird

Geprüft werden drei Bereiche: (1) Sichtkontrolle von Modulen (Risse, Delamination, Hotspots, Verschmutzung), Kabeln, Steckern und Unterkonstruktion auf festen Sitz und Korrosion. (2) Elektrische Messungen nach VDE 0126-23 / IEC 62446: Isolationswiderstand, Leerlaufspannung, Kurzschlussstrom je String und Schutzleiterprüfung. (3) Ertragsauswertung: Ist-Ertrag gegen Soll-Ertrag und gegen die Nachbar-Strings – Abweichungen deuten auf Defekte hin.

Photovoltaik-Inspektion: Das wird geprüft
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)
So läuft eine PV-Inspektion ab

Erst Datencheck am Wechselrichter/Monitoring (welche Strings liefern zu wenig?), dann Begehung mit Sichtprüfung, danach die elektrischen Messungen mit Messgerät. Bei Verdacht kommen Thermografie (Wärmebild zeigt Hotspots und lose Kontakte) und optional eine Elektrolumineszenz-Aufnahme (macht Mikrorisse in den Zellen sichtbar) dazu. Am Ende steht ein Prüfprotokoll mit Mängelliste und Maßnahmen.

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Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)
Wie oft musst du inspizieren lassen?

Es gibt keine gesetzliche Pflicht-Frist für die reine Ertragsanlage, aber üblich und empfohlen: Sichtkontrolle jährlich, vollständige Prüfung mit Messung alle 2 bis 4 Jahre. Nach Sturm, Hagel, Blitzeinschlag oder einem plötzlichen Ertragseinbruch immer sofort. Prüfe zusätzlich, was dein Versicherungsvertrag als Wartungsnachweis verlangt – viele Policen setzen regelmäßige Prüfungen voraus.

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Sichtprüfung, Thermografie oder Elektrolumineszenz – was wann?

Sichtprüfung ist Pflichtbasis und deckt grobe Schäden ab. Thermografie lohnt sich bei ungeklärtem Minderertrag und läuft im Betrieb bei Sonne ohne Abschalten – sie findet Hotspots, defekte Bypass-Dioden und lose Klemmen. Elektrolumineszenz ist die genaueste Methode für Mikrorisse, braucht aber Dunkelheit oder mobiles Equipment und ist teurer. Für die Standard-Inspektion reichen Sichtprüfung plus elektrische Messung; die Bildverfahren sind gezielte Ergänzung.

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Warnzeichen, die eine Inspektion dringend machen

Handeln solltest du bei: sinkendem Ertrag trotz gutem Wetter, einzelnen Strings mit deutlich weniger Leistung, Fehlermeldungen oder häufigen Abschaltungen des Wechselrichters, sichtbaren braunen/verfärbten Stellen (Snail Trails, Hotspots) auf Modulen, sowie ausgelöstem Fehlerstromschutz. Solche Symptome können auf Isolationsfehler oder Brandrisiko hindeuten – dann nicht warten.

Was du selbst prüfen kannst – und wo der Fachbetrieb ran muss

Selbst machbar: Monitoring/Ertrag regelmäßig ansehen, Module vom Boden aus auf Verschmutzung und sichtbare Schäden checken, Wechselrichter-Display auf Fehlercodes prüfen. Die elektrischen Messungen (Isolation, String-Strom), das Dach-Begehen und die Thermografie gehören zwingend zur qualifizierten Elektrofachkraft – Arbeiten an der DC-Seite stehen unter hoher Spannung und sind lebensgefährlich.

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