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Scheinleistung, Wirkleistung und Blindleistung – der Unterschied

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Scheinleistung, Wirkleistung und Blindleistung – der Unterschied
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)

Du willst wissen, wie die drei Leistungsarten zusammenhängen? Hier bekommst du Definition, Formel und Einheit direkt – ohne Umwege.

Die drei Leistungen in einem Satz

Wirkleistung (P) ist der Teil, der wirklich Arbeit verrichtet – also Licht, Wärme, Bewegung erzeugt. Blindleistung (Q) pendelt nur zwischen Erzeuger und Verbraucher hin und her und leistet keine nutzbare Arbeit, wird aber für den Aufbau magnetischer Felder (z. B. in Motoren und Trafos) gebraucht. Scheinleistung (S) ist die Gesamtleistung, die das Netz tatsächlich transportieren muss – die geometrische Summe aus beiden.

Scheinleistung, Wirkleistung und Blindleistung – der Unterschied
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Einheiten: darum W, var und VA

Merk dir die drei Einheiten, dann verwechselst du nichts mehr: Wirkleistung P misst du in Watt (W bzw. kW), Blindleistung Q in Var (var bzw. kvar) und Scheinleistung S in Voltampere (VA bzw. kVA). Gleiche Zahl, andere Einheit – das ist Absicht, damit sofort klar ist, welche Leistung gemeint ist.

Scheinleistung, Wirkleistung und Blindleistung – der Unterschied
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Die Formel: das Leistungsdreieck

Die drei Größen bilden ein rechtwinkliges Dreieck. Es gilt S² = P² + Q², also S = √(P² + Q²). Umgestellt bekommst du die Blindleistung mit Q = √(S² − P²) oder Q = S · sinφ, und die Wirkleistung mit P = S · cosφ. Der Winkel φ ist die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung.

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cosφ – der Leistungsfaktor

Der Leistungsfaktor cosφ = P/S sagt dir, wie viel der transportierten Leistung wirklich nutzbar ist. Bei cosφ = 1 ist alles Wirkleistung, es fließt keine Blindleistung. Bei cosφ = 0,7 fließt fast so viel Blind- wie Wirkleistung – das Netz wird stark belastet, ohne dass mehr nutzbare Arbeit ankommt.

Scheinleistung, Wirkleistung und Blindleistung – der Unterschied
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Warum dich das praktisch interessiert

Ein niedriger cosφ bedeutet höhere Ströme, dickere Kabel und – bei größeren Anschlüssen – Blindleistungskosten vom Netzbetreiber. Deshalb setzt man Kompensationsanlagen (z. B. Kondensatoren) ein, um Q zu verringern und den cosφ Richtung 1 zu schieben. So sinkt die Scheinleistung bei gleicher nutzbarer Wirkleistung.

Schnelles Rechenbeispiel

Angenommen, eine Anlage zieht P = 8 kW bei cosφ = 0,8. Dann ist die Scheinleistung S = P/cosφ = 8/0,8 = 10 kVA. Die Blindleistung ergibt sich aus Q = √(S² − P²) = √(100 − 64) = 6 kvar. Genau nach diesem Muster rechnest du jede Anlage durch.

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