Stromfee-Tagebuch an eine Siemens S7 anbinden – Schritt für Schritt

Du willst Messwerte deiner Siemens-S7-Steuerung automatisch im Stromfee-Tagebuch protokollieren. Hier bekommst du die konkrete Reihenfolge – von der SPS-Freigabe bis zum ersten geloggten Wert.
1) SPS-Typ und Netzwerkdaten klären (S7-300/400/1200/1500, IP-Adresse, bei 300/400 zusätzlich Rack und Slot). 2) Kommunikationsweg wählen (S7-Protokoll über ISO-on-TCP Port 102, OPC UA oder Modbus TCP). 3) In der SPS die Freigabe setzen. 4) Die zu lesenden Datenpunkte in einem Datenbaustein festlegen. 5) Verbindung im Stromfee-Tagebuch einrichten und Werte mappen. 6) Loggen, testen, Zeitstempel prüfen. Die Details stehen in den folgenden Abschnitten.

Notiere IP-Adresse und – bei S7-300/400 – Rack und Slot (typisch Rack 0, Slot 2). Bei S7-1200/1500 nutzt du meist Slot 0 oder 1. Stelle sicher, dass die SPS über Ethernet (PROFINET/Industrial Ethernet) im selben Netz erreichbar ist wie das System, auf dem Stromfee läuft. Prüfe die Erreichbarkeit vorab mit einem einfachen Ping oder einer Portprüfung auf Port 102.

Für S7-1200/1500 aktivierst du in TIA Portal unter den CPU-Eigenschaften den Punkt „PUT/GET-Kommunikation zulassen“ – ohne diese Freigabe liest kein externer Client. Alternativ bietet die S7-Reihe OPC UA als Server an (bei 1500 integriert), was für standardisierte Anbindungen oft die sauberere Wahl ist. Modbus TCP geht ebenfalls, muss aber in der SPS als Server-Baustein projektiert sein. Wähle einen Weg und bleib dabei.

Lege fest, welche Werte ins Tagebuch sollen (z. B. Leistung, Zählerstand, Betriebsstunden, Störmeldungen). Pro Wert brauchst du die Adresse: Datenbaustein-Nummer, Byte-Offset und Datentyp (BOOL, INT, DINT, REAL). Deaktiviere für die betreffenden DBs den „optimierten Bausteinzugriff“ in TIA Portal, wenn du klassisch per DB.DBX/DBW/DBD adressierst – sonst stimmen die Offsets nicht. Schreibe dir diese Adressliste sauber auf; sie ist die Grundlage fürs Mapping.

Trage im Stromfee-Tagebuch die SPS-Verbindung ein: IP, Port (102 bei S7-Protokoll), sowie Rack/Slot bei 300/400. Ordne dann jeden Tagebuch-Eintrag einer SPS-Adresse aus deiner Liste zu (Mapping). Lege ein Leseintervall fest, das zu deinen Werten passt – Zählerstände alle paar Minuten, schnelle Betriebswerte häufiger. Kläre bei Unklarheiten zum genauen Einrichtungsdialog kurz mit dem Stromfee-Team, welche der Anbindungsarten in deiner Instanz aktiv ist.
Starte einen einzelnen Testabruf und vergleiche den gelesenen Wert direkt mit der Beobachtungstabelle in TIA Portal – beide müssen übereinstimmen. Kontrolliere danach, dass die Einträge im Tagebuch mit korrektem Zeitstempel und richtiger Einheit ankommen. Erst wenn ein Wert nachweislich stimmt, schaltest du weitere Datenpunkte scharf. Ein sauber getesteter Punkt ist mehr wert als zehn ungeprüfte.