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Stromtarif für die Immobilienwirtschaft – das musst du wissen

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Stromtarif für die Immobilienwirtschaft – das musst du wissen
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)

Als Verwalter, Wohnungsunternehmen oder Eigentümer beziehst du Strom an vielen Punkten gleichzeitig – vom Treppenhaus bis zur Wallbox. Hier erfährst du direkt, welche Tarifarten es gibt und wie du sie sinnvoll kombinierst.

Kurz gesagt: Diese Stromtarife brauchst du

In der Immobilienwirtschaft hast du selten nur einen Vertrag. Typisch sind: Allgemeinstrom (Treppenhaus, Aufzug, Heizungspumpe, Tiefgarage, Außenbeleuchtung), individueller Mieterstrom je Wohnung, sowie Sonderverbräuche wie Wärmepumpe und Wallbox-Ladepunkte. Für jeden dieser Bereiche kannst du einen eigenen Tarif wählen – Festpreis oder dynamisch.

Stromtarif für die Immobilienwirtschaft – das musst du wissen
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Allgemeinstrom: hier bündelst du am meisten

Der Allgemeinstrom läuft auf den Eigentümer bzw. die WEG und wird über die Nebenkosten umgelegt. Weil du oft viele Objekte hast, lohnt sich eine gebündelte Beschaffung oder Rahmenausschreibung: Ein Vertrag über mehrere Zählpunkte senkt den Arbeitspreis und den Verwaltungsaufwand. Prüfe, ob dein Anbieter mehrere Lieferstellen unter einem Vertrag führt.

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Dynamischer Tarif: wann er sich für dich rechnet

Bei einem dynamischen Tarif folgt der kWh-Preis dem Börsenpreis – meist stündlich oder alle 15 Minuten. Das lohnt sich dort, wo du Verbrauch zeitlich verschieben kannst: Wärmepumpe, E-Ladepunkte oder ein Batteriespeicher, der günstige Stunden nutzt. Für konstante Grundlast wie Aufzug oder Notbeleuchtung bringt er dagegen kaum Vorteil. Voraussetzung ist in der Regel ein intelligentes Messsystem (Smart Meter).

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Seit 2025: jeder Lieferant muss dynamisch anbieten

Nach der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes müssen Stromlieferanten seit 2025 mindestens einen dynamischen Tarif im Angebot haben. Für dich heißt das: Du kannst diese Tarifform aktiv nachfragen. Ob sie günstiger ist als dein Festpreis, hängt aber vom Lastprofil ab – ohne steuerbare Verbraucher bleibt der Festpreis oft die ruhigere Wahl.

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Mieterstrom: eigenen PV-Strom an Mieter liefern

Wenn du eine PV-Anlage auf dem Dach hast, kannst du den Strom direkt an die Mieter im Haus verkaufen (Mieterstrom). Der lokal erzeugte Strom ist für Mieter meist günstiger als Netzbezug, du reduzierst die Einspeisung ins Netz und wertest die Immobilie auf. Zu klären sind Messkonzept, Abrechnung und der Reststrombezug für Zeiten ohne Sonne.

So gehst du praktisch vor

1) Verbräuche trennen: Allgemeinstrom, Mieterstrom, Wärmepumpe, Ladepunkte einzeln erfassen. 2) Lastprofil ansehen: viel verschiebbarer Verbrauch → dynamischer Tarif prüfen; konstante Grundlast → Festpreis vergleichen. 3) Zählpunkte bündeln, um bessere Konditionen zu bekommen. 4) Bei eigener PV: Mieterstrom oder Eigenverbrauch mit Speicher gegenrechnen.

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