Thermografie der Photovoltaik: Was kostet das?

Eine Thermografie deiner PV-Anlage kostet als Orientierung meist zwischen rund 150 und 400 € für eine kleine Dachanlage per Handkamera. Bei Drohnenflügen rechnen viele Anbieter pro kWp – grob 1 bis 3 €/kWp, oft mit einer Mindestpauschale von einigen hundert Euro.
Konkrete Richtwerte (je nach Anbieter, Region und Aufwand): Handthermografie einer kleinen Dach-Anlage bis ca. 10 kWp meist rund 150–400 €. Drohnen-Thermografie oft pro Leistung, grob 1–3 €/kWp, häufig mit Mindestpauschale von etwa 250–500 €. Große Freiflächen liegen pro kWp deutlich niedriger (teils unter 1 €/kWp), weil viele Module in einem Flug erfasst werden. Das sind Orientierungswerte – hol dir für deine Anlage immer ein konkretes Angebot.

Den Preis treiben vor allem: Anlagengröße (kWp und Modulzahl), Methode (Handkamera vom Boden vs. Drohne aus der Luft), Erreichbarkeit und Dachhöhe, ob ein Prüfbericht mit Auswertung und Fotos gewünscht ist, sowie die Anfahrt. Ein reiner Sichtcheck ist günstiger als eine dokumentierte Messung mit Befund und Handlungsempfehlung. Kleinstanlagen zahlen wegen der Mindestpauschale relativ am meisten pro kWp.

Für einzelne Dachanlagen ist die Handthermografie vom Boden oder Dach meist am günstigsten. Ab mittleren Größen und bei Freiflächen lohnt die Drohne: Sie erfasst viele Module schnell aus gleichem Winkel und senkt so den Preis pro kWp. Faustregel: kleine Dachanlage → Handkamera, große oder verschachtelte Anlage → Drohne.

Sinnvoll ist eine Thermografie bei plötzlichem Ertragsrückgang, nach Sturm oder Hagel, für die Abnahme einer neuen Anlage oder als regelmäßiger Check alle paar Jahre. Sie findet defekte Zellen, Hotspots, Bypass-Dioden-Fehler und lose Steckverbinder, bevor sie zu größeren Ausfällen oder Brandrisiken führen. Gemessen wird bei möglichst hoher Sonneneinstrahlung, damit sich Fehlerstellen als Wärme-Auffälligkeiten zeigen.

Achte darauf, dass im Angebot enthalten ist: die eigentliche Messung, eine Auswertung der Wärmebilder, ein schriftlicher Bericht mit Lage der auffälligen Module und eine Einordnung, ob Handlungsbedarf besteht. Ohne Auswertung ist ein Wärmebild wenig wert. Frag vorab, ob eine elektrische Prüfung (z. B. Kennlinienmessung) separat dazukommt – das kann den Gesamtpreis erhöhen.
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