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Tischkühler am BHKW: Rückkühler für überschüssige Wärme

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Tischkühler am BHKW: Rückkühler für überschüssige Wärme
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Ein Tischkühler ist ein flach, waagerecht gebauter Trockenrückkühler, der die Wärme deines BHKW an die Umgebungsluft abgibt, wenn du sie gerade nicht nutzen kannst. Du brauchst ihn vor allem als Not- bzw. Überschusskühler, damit dein Motor auch bei geringem Wärmebedarf sicher weiterlaufen kann.

Was ist ein Tischkühler?

Ein Tischkühler ist ein Trockenrückkühler (Luft-Wasser-Wärmetauscher) in flacher, horizontaler „Tisch"-Bauform: Der Wärmetauscher liegt waagerecht, die Ventilatoren sitzen darunter oder darauf und blasen die Luft nach oben. Er kühlt das erwärmte Wasser aus dem Kühl- bzw. Heizkreis deines BHKW allein mit Außenluft ab – ohne Wasserverbrauch wie bei einem Nasskühlturm.

Tischkühler am BHKW: Rückkühler für überschüssige Wärme
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Wozu brauchst du ihn am BHKW?

Dein BHKW erzeugt Strom und Wärme immer gemeinsam (Kraft-Wärme-Kopplung). Sinkt der Wärmebedarf, muss die anfallende Motor- und Abgaswärme trotzdem irgendwohin, sonst überhitzt der Motor und schaltet ab. Der Tischkühler führt diese überschüssige Wärme ab und hält die Anlage betriebsbereit – etwa im Sommer, bei Wartung des Wärmenetzes oder wenn du wegen guter Strompreise stromgeführt fahren willst.

Tischkühler am BHKW: Rückkühler für überschüssige Wärme
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Wie funktioniert die Kühlung?

Das warme Wasser aus dem BHKW-Kreis strömt durch die Rohr-Lamellen-Register des Tischkühlers. Ventilatoren drücken Umgebungsluft über die Lamellen und nehmen die Wärme auf. Die Kühlleistung hängt stark von der Außentemperatur ab: An heißen Tagen bringt der Kühler weniger Leistung, deshalb wird er auf den ungünstigsten Sommerfall (hohe Außentemperatur) ausgelegt.

Tischkühler am BHKW: Rückkühler für überschüssige Wärme
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Warum die flache Tisch-Bauweise?

Die waagerechte Bauform hat praktische Vorteile: Sie baut niedrig und lässt sich gut auf Flachdächern oder engen Aufstellflächen unterbringen, ist optisch unauffällig, und die nach oben gerichtete Abluft stört Nachbarn seltener als seitlich blasende Kühler. Alternativen sind vertikale Kühler oder V-Kühler – die brauchen weniger Grundfläche, sind aber höher und oft sichtbarer.

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Achtung: abgeführte Wärme ist kein Gewinn

Wärme, die du über den Tischkühler in die Luft blässt, ist Nutzwärme, die du nicht verkaufst oder selbst nutzt – sie senkt deinen Gesamtnutzungsgrad. Bei KWK-Anlagen zählt weggekühlte Wärme nicht als Nutzwärme und kann sich auf Förder- und Effizienzkennwerte auswirken. Ein Tischkühler sollte deshalb der Notfall sein, nicht der Dauerzustand: Prüfe zuerst Wärmespeicher, weitere Abnehmer oder eine kleinere Fahrweise.

Worauf du bei Auswahl und Auslegung achtest

Wichtig sind die abzuführende Kühlleistung (in kW), die maximal zu erwartende Außentemperatur, die zulässige Vorlauftemperatur des Kreises sowie Geräusch- und Platzgrenzen am Aufstellort. Achte außerdem auf Frostschutz (Glykol oder Entleerung im Winter), drehzahlgeregelte EC-Ventilatoren für leisen Teillastbetrieb und eine Regelung, die den Kühler nur bei echtem Wärmeüberschuss zuschaltet.

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