BHKW-Monitoring: Was deine Stromrechnung verschweigt

Deine Stromrechnung misst nur, was du aus dem Netz ziehst und einspeist – über den Zustand deines BHKW sagt sie kein Wort. Genau in dieser Lücke verstecken sich Wirkungsgradverluste, verpasste Laufzeiten und nicht abgerufene Zuschläge.
Auf deiner Rechnung stehen nur zwei Zählwerte: der Netzbezug (was du zukaufst) und ggf. die Einspeisung (was du überschüssig abgibst). Was dein BHKW tatsächlich erzeugt, wie viel Strom du selbst verbrauchst, wie effizient der Motor aus dem Gas Strom macht und wie viele Stunden er lief – all das taucht auf keiner Rechnung auf. Läuft dein BHKW schlecht, siehst du das nicht direkt, sondern nur indirekt als höheren Netzbezug – ohne die Ursache zu kennen.

Jede Kilowattstunde, die dein BHKW hätte liefern sollen aber nicht geliefert hat, kaufst du teuer aus dem Netz zu – inklusive Netzentgelt, Konzessionsabgabe und Steuern. Ein Motor mit gesunkenem elektrischem Wirkungsgrad verbrennt mehr Gas für weniger Strom: Die Gasrechnung steigt, die Stromrechnung steigt, und beide Effekte siehst du erst Monate später auf dem Papier. Monitoring macht diese Verluste sichtbar, bevor sie sich über die Abrechnung summieren.

Ein Monitoring erfasst Laufzeiten (Vollbenutzungsstunden), elektrischen und thermischen Wirkungsgrad, Gaseinsatz je erzeugter kWh, Störabschaltungen und die Eigenverbrauchsquote. Damit erkennst du, ob dein BHKW dann läuft, wenn du auch Last hast – oder ob es Strom einspeist, während du zeitgleich teuren Netzstrom beziehst. Genau dieser zeitliche Versatz kostet Geld und ist aus der reinen Zählerabrechnung nie erkennbar.

Ob du alle Vergütungen bekommst, hängt am Messkonzept. Der KWK-Zuschlag nach KWKG wird pro erzeugter KWK-Kilowattstunde gezahlt – aber nur, wenn diese korrekt gemessen und abgegrenzt ist. Strom aus KWK-Anlagen bis 2 MW kann bei Eigenverbrauch im räumlichen Zusammenhang von der Stromsteuer befreit sein (§9 StromStG). Ist die Zählerkaskade zwischen Erzeugung, Eigenverbrauch und Einspeisung falsch verschaltet, verschenkst du Zuschläge oder zahlst Steuern, die dir nicht zustehen – und die Standard-Stromrechnung zeigt das nie.

1) Zählerstände von Erzeugung, Einspeisung und Netzbezug getrennt notieren – nicht nur den Rechnungsbetrag. 2) Betriebsstundenzähler des BHKW ablesen und mit der Sollauslegung vergleichen. 3) Gasverbrauch ins Verhältnis zur erzeugten Strommenge setzen (Wirkungsgrad-Check). 4) Prüfen, ob Bezug und Erzeugung zeitlich zusammenpassen – hoher Netzbezug bei laufendem BHKW ist ein Alarmsignal. Weichen die Werte von der Auslegung ab, lohnt eine genauere Analyse.
Wir spiegeln BHKW-Erzeugung, Eigenverbrauch und Netzbezug zeitgleich gegeneinander, statt nur auf die Monatsrechnung zu warten. So werden Wirkungsgrad-Einbruch, Fehlstarts und ein falsches Messkonzept sichtbar, solange sie sich noch beheben lassen. Wenn du wissen willst, was deine Rechnung dir bisher verschwiegen hat, sprich uns an: +49 5223 4921030.