HomeBlog

Was ist eine Biogasanlage?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Was ist eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)

Eine Biogasanlage wandelt organische Stoffe in Energie um. Hier erfährst du in einfachen Worten, was drinsteckt und wie sie funktioniert.

🔥 35.700 Aufrufe auf TikTok
BHKW/Biogas im Radar prüfen →
Die Definition in einem Satz

Eine Biogasanlage ist eine Anlage, in der Mikroorganismen organisches Material – etwa Gülle, Mist, Pflanzenreste oder Bioabfall – unter Luftabschluss vergären und dabei Biogas erzeugen. Dieses Biogas wird anschließend meist in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zu Strom und Wärme verbrannt.

Was ist eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
So funktioniert sie Schritt für Schritt

Zuerst kommt das Ausgangsmaterial (Substrat) in einen luftdicht verschlossenen Behälter, den Fermenter oder Gärbehälter. Dort bauen Bakterien das Material ohne Sauerstoff ab – ein Prozess, der anaerobe Vergärung heißt. Dabei entsteht Biogas, das nach oben steigt und im Gasspeicher gesammelt wird. Der übrig bleibende Gärrest lässt sich als Dünger auf Felder ausbringen.

Was ist eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Woraus Biogas besteht

Biogas besteht überwiegend aus Methan – dem eigentlichen Energieträger – und Kohlendioxid, dazu kommen kleine Anteile weiterer Gase. Der Methangehalt liegt je nach Substrat und Anlage typischerweise etwa zwischen 50 und 75 Prozent. Je höher der Methananteil, desto energiereicher ist das Gas.

Was ist eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Die wichtigsten Bauteile

Eine typische Anlage besteht aus einer Vorgrube zum Sammeln des Substrats, dem Fermenter als Herzstück, einem Gasspeicher, dem BHKW zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie einem Gärrestlager. Rührwerke, Pumpen und eine Steuerung sorgen dafür, dass der biologische Prozess gleichmäßig läuft.

Was ist eine Biogasanlage?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Was du damit gewinnst

Aus dem Biogas erzeugt das BHKW Strom, der ins Netz eingespeist oder selbst genutzt werden kann, sowie Wärme zum Heizen von Ställen, Gebäuden oder für die Fermenter selbst. Gleichzeitig verwertest du Abfälle sinnvoll und bekommst mit dem Gärrest einen Dünger zurück – ein weitgehend geschlossener Kreislauf.

Womit sie betrieben wird

Als Substrat eignen sich landwirtschaftliche Reststoffe wie Gülle und Festmist, nachwachsende Rohstoffe wie Mais oder Gras sowie Bioabfälle aus Haushalt und Industrie. Die Mischung entscheidet über Gasertrag und Wirtschaftlichkeit – deshalb wird die Fütterung bei modernen Anlagen sorgfältig geplant und gesteuert.

🎬 Lohnt sich ein BHKW?
Aktuell dazu

Abrechnung prüfen lassen?

Kontakt aufnehmen →
🛰️ Anlage im Radar prüfen →