Welche Stromtarife gibt es?

Du hast die Wahl zwischen mehreren Tarifarten – vom starren Grundversorgungstarif bis zum börsengekoppelten dynamischen Tarif. Hier siehst du direkt, welche Typen es gibt und für wen sich welcher lohnt.
In Deutschland unterscheidest du im Kern: 1) Grundversorgung, 2) Sondervertrag mit Festpreis, 3) Ökostromtarif, 4) dynamischer (börsenorientierter) Tarif, 5) zeitvariabler Tarif für Wärmepumpe/E-Auto und 6) Prepaid-Tarif. Die meisten Haushalte haben entweder Grundversorgung oder einen Festpreis-Sondervertrag.

In der Grundversorgung bist du automatisch, wenn du nie aktiv gewechselt hast – sie ist meist teurer, aber jederzeit mit zwei Wochen kündbar. Ein Sondervertrag ist ein Tarif, den du selbst abschließt: oft günstiger, häufig mit Preisgarantie und längerer Laufzeit. Ein Wechsel ändert nur den Vertrag, nicht deinen Stromfluss.

Beim Festpreistarif zahlst du pro Kilowattstunde einen festen Betrag, oft mit Preisgarantie – gut planbar, wenn du Sicherheit willst. Beim dynamischen Tarif ändert sich dein Preis stündlich mit der Strombörse (z. B. Tibber, aWATTar, Ostrom). Das lohnt sich, wenn du Verbrauch in günstige Stunden verschieben kannst, z. B. mit Wärmepumpe, E-Auto oder Batteriespeicher.

Ein Ökostromtarif liefert dir bilanziell Strom aus erneuerbaren Quellen, belegt über Herkunftsnachweise. Achte auf glaubwürdige Zertifikate (z. B. Grüner Strom Label, ok-power), wenn dir echter Ausbau wichtig ist – reine Herkunftsnachweise garantieren nicht automatisch neue Anlagen. Ökostrom gibt es sowohl als Festpreis- als auch als dynamischer Tarif.

Für Wärmepumpe oder E-Auto mit eigenem Zähler gibt es zeitvariable Tarife (Hoch-/Niedertarif) – dabei ist Strom nachts oder in Schwachlastzeiten günstiger. Über §14a EnWG kannst du für steuerbare Geräte zusätzlich reduzierte Netzentgelte bekommen. Prepaid-Stromtarife lässt du im Voraus aufladen – nützlich bei negativer Schufa oder in Untermiete.
Für die meisten Tarife reichen deine Adresse, dein Jahresverbrauch (in kWh, steht auf der letzten Abrechnung) und deine Zählernummer. Für dynamische Tarife brauchst du in der Regel ein intelligentes Messsystem (Smart Meter); manche Anbieter organisieren den Einbau. Vergleiche nicht nur den Arbeitspreis pro kWh, sondern auch den Grundpreis pro Monat und die Vertragslaufzeit.